Beiträge in Forschung / Theorie / Didaktik
Gestern habe ich einen schon etwas ältern Artikel aus der Zeit gelesen, der die wichtigsten Ergebnisse der Metastudie von John Hattie, einem neuseeländischen Bildungsforscher vorstellt. Hattie hat 2008 über 800 Metaanalysen aus der (englischsprachigen Schulforschung) zu einer weiteren, gigantischen Metaanalyse zusammengefasst.
Auf der ersten Seite des Zeit-Artikels findet ihr einer Box einige der Ergebnisse zusammengefasst, zum Beispiel, dass man für webbasiertes Lehren und Lernen nicht per se positive Effekte nachweisen konnte und dass die Klassengrösse kein entscheidender Faktor ist, regelmässige Leistungskontrolle und Feedback von der Lehrperson hingegen schon. Eine grafische Darstellung wichtiger Ergebnisse findet ihr auf der deutschsprachigen Webseite zum Buch. Dort gibt es auch eine deutschsprachige Zusammenfassung des neuesten Buches von Hattie (Visible Learning for Teachers – Maximizing impact on learning), das bisher nur auf Englisch vorliegt. Dieter Höfer und Urlich Steffens fassen in ihrem Artikel “Visible Learning for Teachers – Maximizing impact on learning” – Zusammenfassung der praxisorientierten Konsequenzen aus der Forschungsbilanz von John Hattie „Visible Learning” aus dem Jahr 2012 auf 20 Seiten die wichtigsten Punkte zusammen.
Um Missverständnisse vorzubeugen
: Die Ergebnisse von Hattie beziehen sich natürlich nicht direkt auf den DaF-Unterricht und es sind auch keine Rezepte, die man per Fingerschnipp einsetzen kann. Aber sie können definitiv zum Nachdenken über eigenen Unterricht und die eigenen Möglichkeiten, ihn zu verbessern anregen, und dass ist schon die halbe Miete.
15. Mai 2013
Die Zeit publiziert Infographiken zu den unterschiedlichsten Themen. Die Infographiken gehen bis ins Jahr 2009 zurück und können als pdf heruntergeladen werden. Das Themenspektrum ist sehr breit. Es reicht von Wie werde ich Nobelpreisträger über Geben macht glücklich bis zu den häufigsten Todesursachen.
Ich benütze Infographiken im Unterricht in diesem Setting.
14. April 2013
Ich habe gestern eine Liste mit Ereignissen aus dem Jahr 2012 veröffentlicht, die im Jahresrückblick des Schweizer Fernesehens erwähnt wurden. Solche Listen stellen ganz sicher keinen Wissenskanon dar, den die Lernenden kennen müssen. Sie taugen aber als Ausgangspunkt für vergleichende Entdeckungsreisen.
Fortfahren 3. Januar 2013
Indirekte Fragesätze sind an sich nicht schwierig: Das Verb steht am Ende wie im Nebensatz und als Konnektor fungiert das Fragewort oder – bei Ja-Nein-Fragen – ob. Oft fehlt es den Lernenden aber an Übungsmöglichkeiten. Folgende Übung kann man an jedes beliebige Thema anpassen und auch in der Schwierigkeit (durch die Länge und das Vokabular der Fragen) auf die Lernenden abstimmen.
Fortfahren 31. Dezember 2012
ch wurde gebeten, einen Probandenaufruf zuveröffentlichen. Die Université Paris Descartes suchen für eine psycholinguistische Personen mit Französisch als Muttersprache, die ab dem Alter von etwa 10 Jahren Deutsch gelernt haben und regelmässig Deutsch verwenden. Nähere Angaben auf Französisch im Beitrag.
Fortfahren 16. November 2012
Das Zahleninterview führe ich in A1-Kursen durch. Es ist eine kombinierte HV und Sprechübung. Die Lernenden erhalten dazu einen Fragenkatalog. Alle Antworten enthalten eine Zahl.
Fortfahren 11. November 2012
Ich habe heute im Wiki des Goetheinstitus Australien eine tolle Übungsform zu den Relativsätzen entdeckt. Die Lernenden ziehen eine Karte und verbinden die zwei Sätze darauf mit einem Relativpronomen. Soweit ist die Übung noch sehr konventionell. Der Clou besteht darin, dass jeder Mitspieler eine Bingokarte hat, auf der Begriffe stehen, die durch die Relativsätze definiert werden. Auf diese Weise wird die Grammatikübung auch zu einer kleinen Hörübung und bringt die Lernenden dazu, sich gegenseitig zuzuhören.
30. Oktober 2012
In diesem Beitrag stelle ich verschiedene Videos und Webseiten rund um das Thema Atomenergie vor.
Fortfahren 11. Oktober 2012
Kenntnisse über die Wortbildung sind ein mächtiges Werkzeug für Lernende. Es hilft einerseits beim Verstehen, kann andererseits aber auch produktiv ganz nützlich sein. In DaF-Lehrwerken kommt es meiner Einschätzung nach oft eher am Rande vor. Dass das nicht daran liegt, dass es nur wenige Möglichkeiten zur Wortbildung gibt, zeigt das (etwas gekürzte) Vorlesungsskript von Dr. Jana Valdrová (von der Universität in České Budějovice (Budweis)). Sie zeigt anhand von Beispielen und unter Berücksichtigung der DaF-Perspektive die verschiedenen Wortbildungsarten auf. Besonders wichtig finde ich den Hinweis auf die Ad-Hoc-Bildungen. Wenn man mit authentischen Texten arbeitet – und dass die Lernenden mit solchen Texten umgehen können sollte von Anfang an das Ziel sein (wer will denn schliesslich Deutsch lernen um nur adaptierte Lehrbuchtexte zu lesen? – stolpert man sehr schnell über Wörter (z.B. ad-hoc-gebildete Komposita), die man so nicht im Wörterbuch findet. Ein Beispiel, dass ich früher mal hier im Blog beschrieben habe ist durchschnupfsicher. Auch die Lernenden selber mit solchen Bildungen experimentieren zu lassen und über die Bedeutungen reflektieren zu lassen (evtl. Verbunden mit einer Korpusrecherche oder unter Verwendundung von Google?) finde ich sehr reizvoll. Gerade im Bereich Komposita ist das durchaus machbar.
Das Skript gibt zwar keine direkt im DaF-Unterricht einsetzbaren Ideen (das ist auch nicht sein Ziel), aber ruft in Erinnerung, was wortbildungstechnisch alles möglich ist und regt vielleicht zur einen oder anderen Unterrichtseinheit zur oder unter Einbezug von Wortbildung an. Ideen und Vorschläge sind wie immer willkommen.
12. September 2012
SMS-Werbespots: Mehr dazu im Beitrag.
Fortfahren 8. September 2012
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