Wenn man als blutiger Anfänger Tandem macht, ist es empfehlenswert, parallel dazu einen Kurs zu besuchen oder mit einem Selbstlernkurs zu arbeiten. So bekommt man laufend neues Material, dass man verarbeiten kann. Allerdings ist es gerade im Tandem so, dass man auch Dinge lernt, die im Buch noch lange nicht vorkommen. Das ist einer der Vorteile des Tandems: Man lernt, was man gerade braucht. Dafür ist der Input weniger vorstrukturiert als in einem klassischen Kurs.
Meine erste Tandempartnerin hiess Emily, hatte rote Locken und eine Stupsnase und sprach ein völliges anderes Englisch als die BBC-Sprecher. Wir trafen uns einmal pro Woche für zwei Stunden und haben zusammen Texte gelesen und dann mündlich zusammengefasst, Mini-Vorträge geübt und gemeinsam herauszufinden versucht, wie irgendwelche obskuren Haushaltsgeräte in den jeweiligen Sprachen heissen. Das ist Jahre her und seitdem habe ich immer wieder Tandem gemacht. Im folgenden Beitrag stelle ich ein paar Tipps für all diejenigen zusammen, die das selber auch einmal ausprobieren möchten.
Der British Council bietet mit “Teaching English” ein gut bestücktes Portal für Lehrer an. Natürlich geht es dabei um den Englischunterricht, aber die Rubrik “Articles” kann auch für DaF-Lehrer interessant sein.
Eigentlich wollte ich heute aufräumen. Dabei ist mir der Tagungsband der ersten gesamtschweizerischen Tagung derDeutschlehrerinnen und Deutschlehrer im Jahr 2006 in die Hände geraten. Sie hatte das Thema Sprechen als Fokus – und zwar sowohl das Sprechen im Unterricht als auch das Sprechen über DaZ und DaF. Da das Thema Sprechen im Blog eher etwas untervertreten ist und ich schon lange mal wieder einen Fachartikel zitieren wollte, gebe ich im Folgenden die (für mich) wichtigsten Aussagen und Thesen des Beitrags “Sprachproduktion als Planung: Ein Beitrag zur Psychologie und Didaktik des Sprechens von Diester Wolff wieder.
Der gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen hat inzwischen eine sehr hohe Verbreitung erreicht. Im deutschsprachigen Raum gibt es kaum noch Lehrwerke, die nicht darauf Bezug nehmen und auch Sprachkurse sind so gut wie immer mit einem entsprechenden Buchstaben gekennzeichnet. Allerdings bedeutet das noch nicht, dass alle, die von B1 sprechen, auch dasselbe darunter verstehen. Das liegt in der Natur der Sache, denn jedes Kriterium lässt einen bestimmten Interpretationsspielraum zu. Deshalb sind kommentierte Beispiele zu den Niveaus extrem wichtig, den so kann man sich besser darüber verständigen, was B1 in einer bestimmten Fertigkeit eigentlich bedeutet .
Für die mündliche Produktion in Deutsch gibt es “Bolton, Sibylle; Glaboniat, Manuela; Lorenz, Helga et al.: Mündlich. Mündliche Produktion und Interaktion Deutsch. Illustration der Niveaustufen des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens. Berlin 2008.” Es besteht aus einer DVD mit Begleitheft, in dem die Einstufung erläutert wird. Zudem enthält das Heft differenziertere Deskriptoren für die mündliche Produktion.
Frei zugänglich im Netz kenne ich nur die Beispiele (A2-B2) aus dem Showcase des Web-Cef. Auch hier gibt es Kommentare zur Einstufung.
Der Morgestraich markiert den Beginn der Basler Fasnacht. Ich bin zwar keine grosse Fasnächtlerin – meistens ist es mir zu kalt und zu laut, aber da sich viele Lernende dafür interessieren kommt hier ein Unterrichtsvorschlag dazu.
Innerhalb von Politik direkt produziert die deutsche Welle eine Serie mit dem Titel ” So ticken die Deutschen”. In den knapp zweiminütigen Beiträgen wird zuerst ein Thema eingeführt und dann wird die Meinung der Deutschen dazu mit Statistiken und Zitaten aus Strassenumfragen belegt.