Hör-Sehverstehen zu Bern

18. April 2009

Ich habe vor ein paar Tagen über Städteportraits der deutschen Welle geschrieben. Für meinen A1-Kurs habe ich ein Arbeitsblatt zum Video über Bern gemacht. Ihr könnt es euch hier als pdf bzw. doc herunterladen.

Bei der deutschen Welle könnt ihr das Video (mit “speichern unter” ) direkt herunterladen. Bei youtube findet ihr es hier: http://www.youtube.com/watch?v=jIp_xQTPB80

Beim Einsatz im Unterricht lasse ich die Lernenden zuerst sammeln, was sie über Bern wissen. Bei meinen A1-ern kann das teilweise auch auf Englisch geschehen. Beim Aufschreiben am Hellraumprojektor übersetze ich ihre Vorschläge wenn nötig  auf Deutsch. Ziel dieser Übung ist es ja, dass sie sehen, was sie schon alles über ein Thema wissen und dass ihnen das beim Verstehen helfen kann. Das soll auf keinen Fall an Versprachlichungsschwierigkeiten scheitern.

Nach der Ideensammlung gebe ich den Lernenden die Fragen zum  Video, die so zuerst selbständig (allein oder in Gruppen aber ohne meine Hilfe) zu erschliessen suchen. Anschliessend klären wir wichtige Wörter noch im Plenum.

Dann führe ich, falls ich das nicht schon bei der Einleitung gemacht habe, noch kurz den Kontext des Videos ein (wurde vor der Euro 08 gedreht).

Ich finde es sinnvoll, bei solchen Aufgaben auch zu thematisieren, warum man die Lernenden zuerst Assoziationen zu Bern sammeln oder zuerst die Aufgaben lesen lässt. Wenn sie die Funktion solcher Aufgaben erkennen (Vorwissen und Wortschatz aktivieren bzw. einen Fokus für das Hören setzen)  und verstehen, werden solche Strategien transparenter und hoffentlich auch eher von den Lernenden angewendet. Damit leistet man auch einen Beitrag zu Lernerautonomie und effizienterem Deutschlernen.

Dass auf dem Arbeitsblatt bereits eine Perfektform (hat gewonnen) und eine Präteritumsform (lebte) vorkommen, obwohl die Lernenden diese Formen noch nicht kennen, ist nicht weiter tragisch. Zum Verstehen ist die Bedeutung der Verben wichtig. Wie diese Strukturen genau funktionieren, ist nicht relevant.

Dass ich für das Arbeitsblatt keine Screenshots gemacht, sondern Flickr-Bilder mit CC-Lizenz genommen habe, liegt daran, dass ich mir über die Zulässigkeit von Screenshots nicht so ganz im Klaren bin. Sind das zulässige Bildzitate, die zur Auseinandersetzung mit dem Film dienen oder wie ist das geregelt? Wenn jemand da mehr weiss – insbesondere zur Situation in der Schweiz – wäre ich da sehr froh.

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