sprachliche Missverständnisse
28. Mai 2008
Arthur hat mir den Faz-Artikel „Was meinen Sie eigentlich mit Verkehr“ empfohlen, indem Mainat Kourbanova auf unterhaltsame Weise ihre Erfahrungen beim Deutschlernen schildert. Ich weiss nicht, wie lange der Artikel online zugänglich sein wird, also am besten schnell lesen. Der Artikel lohnt sich auf jeden Fall.
Ich bin auf jeden Fall froh, dass nicht nur meine Deutschlernenden als erstes das Wort „genau“ lernen. Ich dachte schon, das läge an mir. Die Frage, wie man erkennen kann, dass Veben mit ver- nicht trennbar sind, solche mit vor aber schon, kann ich übrigens beantworten. Es liegt an der Betonung der Vorsilbe. Ist sie betont, kann man das Verb trennen, ist sie es nicht, bleiben Vorsilbe und Stamm zusammen. Warum wir aber überhaupt Verben trennen, weiss ich leider auch nicht.
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6 Kommentare
1. ANAVA | 28. Mai 2008 um 21:00
Die hier geschilderte Regel über die trennbaren und untrennbaren Verben ist richtig, und sie gilt nicht nur für die Vorsilben ver- und vor-, sondern allgemein für alle Vorsilben, die bei Verben vorkommen. Man vergleiche z. B. übersètzen (untrennbar) (–> „Wir haben einen Text übersetzt“) mit ǜbersetzen (trennbar) (–> „Die Fahrgäste haben mit einer Fähre zur Insel übergesetzt“).
2. Cornelia | 29. Mai 2008 um 07:55
Siehe auch hier: Trennbarkeit kann man hören.
3. Cornelia | 29. Mai 2008 um 08:00
So, jetzt funktioniert der Link wieder. Wie lange weiss ich aber nicht.
4. Flug Kuba | 4. Juni 2008 um 13:56
Es tut mir leid, ich kapiere es nicht. Für mich ich alles gleich, ob ich ‚umfahre‘ oder ‚fahre um‘. Es kommt auf die Satzstellung an.
5. Eberhart Menzel | 4. Juni 2008 um 20:34
@Anava:Danke für dein Beispiel, das macht es für mich einfacher den Zusammenhang zu verstehen.
6. Silvi | 9. Juni 2008 um 16:10
Vielen Dank!