{"id":18,"date":"2011-01-02T12:20:21","date_gmt":"2011-01-02T11:20:21","guid":{"rendered":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/cms\/?page_id=18"},"modified":"2012-04-14T14:48:51","modified_gmt":"2012-04-14T13:48:51","slug":"aussprache-und-rechtschreibung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/cornelia.siteware.ch\/cms\/daf-daz-2\/aussprache\/laute-und-buchstaben\/aussprache-und-rechtschreibung","title":{"rendered":"Aussprache und Rechtschreibung"},"content":{"rendered":"<hr size=\"2\" \/>\n<p><strong>Inhalt:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#Laute_ohne_eigenen_Buchstaben\">Laute ohne eigenen Buchstaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#Konsonanten\">Konsonanten, die f\u00fcr verschiedene Laute stehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#laengeukuerze\">L\u00e4nge und K\u00fcrze bei Vokalen<\/a>: <a href=\"..\/..\/phonetik\/rechtschreibung.html#Laenge\">L\u00e4nge<\/a>; <a href=\"..\/..\/phonetik\/rechtschreibung.html#Kuerze\">K\u00fcrze<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr size=\"2\" \/>\n<p>In der Deutschen Sprache liegen Aussprache und Schreibung relativ nahe beieinander. Einige Regeln k\u00f6nnen jedoch\u00a0 helfen, auch unbekannte W\u00f6rter richtig vorzulesen.<\/p>\n<h2><a name=\"Laute_ohne_eigenen_Buchstaben\"><\/a>Laute ohne eigenen Buchstaben<\/h2>\n<p>Das Deutsche Alphabet hat die 26 Buchstaben des lateinischen Alphabets und zus\u00e4tzlich noch die Sonderzeichen \u00e4, \u00f6, \u00fc und \u00df (ausser in der Schweiz, wo es das\u00a0\u00df (=Eszett) nicht gibt).<br \/>\nEs gibt aber auch deutsche Laute, die nicht durch ein eigenes, einzelnes Zeichen, sondern durch eine Kombination von Zeichen dargestellt werden.<\/p>\n<div>\n<p>Diese <strong>Buchstabenkombinationen<\/strong> stehen f\u00fcr <strong>einen Laut<\/strong>:<br \/>\nKonsonanten:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#ch\">ch<\/a><\/li>\n<li>\n<div><a href=\"#ng\">ng<\/a><\/div>\n<\/li>\n<li><a href=\"#sch\">sch<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"#Diphtonge\">Diphtonge<\/a>:<\/p>\n<ul>\n<li>au<\/li>\n<li>ei<\/li>\n<li><a href=\"..\/..\/phonetik\/rechtschreibung.html#Eu\">eu\/\u00e4u <\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p><strong>Anmerkung: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a name=\"sch\"><\/a>sch wie das Englische &#8222;sh&#8220; z.B. in short.\u00a0 Die Regeln zur <a>Aussprache von st und sp<\/a> siehe unten. <strong><br \/>\nAchtung!<\/strong> Beim Wort bisschen (biss|chen) wird kein &#8222;sch&#8220; gesprochen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><a name=\"ng\"><\/a>ng, ein Nasal am ehesten wie in engl. &#8222;singer&#8220;, das heisst ohne g!.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<div>Die <a name=\"Diphtonge\"><\/a>Diphtonge setzen sich zwar aus jeweils <strong>zwei Vokale<\/strong>n zusammen, diese geh\u00f6ren aber so eng zusammen, dass sie <strong> einen Laut<\/strong> bilden.<\/div>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong><a name=\"Eu\"><\/a>Eu\/\u00e4u<\/strong> werden genau gleich ausgesprochen. <strong>\u00c4u<\/strong> wird geschrieben, wenn das <strong>Wort eng mit <\/strong> einem <strong>Wort mit au verwandt<\/strong> ist wie z.B <em>H\u00e4ute<\/em>, der <em>Plural von Haut<\/em>. In allen anderen F\u00e4llen wird eu geschrieben. Die <strong>Aussprache<\/strong> des Nomens <em>die H\u00e4ute<\/em><strong> unterscheidet sich nicht<\/strong> vom Adverb <em>heute<\/em>.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><a name=\"Konsonanten\"><\/a>Konsonanten, die f\u00fcr verschiedene Laute stehen<\/h2>\n<table width=\"100%\" border=\"1\" cellspacing=\"2\" cellpadding=\"2\">\n<tbody>\n<tr>\n<th align=\"left\" valign=\"top\" width=\"90\">Zeichen<\/th>\n<th align=\"left\" valign=\"top\">Aussprache<\/th>\n<th align=\"left\" valign=\"top\" width=\"200\">Beispiele<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"90\"><a name=\"ch\"><\/a>ch<\/td>\n<td valign=\"top\">ch wird gesprochen wie:<\/p>\n<ul>\n<li>[x] <strong>nach<\/strong> a, o, u und au<\/li>\n<li>[\u00e7] <strong>nach<\/strong> allen anderen Vokalen, nach l, n und r und in den Endungen -chen und\u00a0 -ig (ig darf auch als [ik] gesprochen werden).<\/li>\n<li>[k] <strong>vor<\/strong> a, o ,u ,l ,r und s<\/li>\n<\/ul>\n<p>Achtung! Die Aussprache von ch kann im Singular anders sein als im Plural! Beispiel: das Buch ([<strong>x<\/strong>]), die B\u00fccher ([<strong>\u00e7<\/strong>]).<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"200\">[x]: Ba<em>ch<\/em>, do<em>ch<\/em>, Bu<em>ch<\/em>, au<em>ch<\/em><br \/>\n[\u00e7]: B\u00e4<em>ch<\/em>e, i<em>ch<\/em>, B\u00fc<em>ch<\/em>er, e<em>ch<\/em>t,\u00a0 Mil<em>ch<\/em>, dur<em>ch<\/em>, man<em>ch<\/em>mal,\u00a0 M\u00e4d<em>ch<\/em>en, eini<em>g<\/em><br \/>\n[k]: <em>Ch<\/em>aos, <em>Ch<\/em>or, <em>Ch<\/em>lor,\u00a0 se<em>ch<\/em>s<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"90\">h<\/td>\n<td valign=\"top\">h wird am Wort- und Silbenanfang gesprochen.<br \/>\nWenn h ein Dehnungszeichen ist, bleibt es stumm.<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"200\">[h]: <em>H<\/em>und, <em>H<\/em>unde|<em>h<\/em>\u00fctte, unter|<em>h<\/em>alten<br \/>\nh stumm, Vokal lang: Dro<em>h<\/em>ung, se<em>h<\/em>en, ge<em>h<\/em>en, ru<em>h<\/em>ig<em> <\/em><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"90\"><a name=\"stsp\"><\/a>st\/sp<\/td>\n<td valign=\"top\">Am Wort und Silbenanfang wird st wie &#8222;scht&#8220; und sp wie &#8222;schp&#8220; gesprochen.<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"200\"><em>St<\/em>ein, ver|<em>st<\/em>ecken, <em>Sp<\/em>rache, aus|<em>sp<\/em>rechen, <strong>aber <\/strong>Ast [st], Wes|pe [sp] etc.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"90\">b, d, g, s, v<\/td>\n<td valign=\"top\">Am Wort und Silbenende werden b, d, g, s und v wie [p], [t], [k], [s] und [f] gesprochen.<br \/>\nDas nennt man Auslautverh\u00e4rtung.<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"200\">a<em>b<\/em> [p], un<em>d<\/em> [t], We<em>g<\/em>|gang [k], Haus|t\u00fcr [s], positi<em>v <\/em>[f]<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h2><a name=\"laengeukuerze\"><\/a>L\u00e4nge und K\u00fcrze bei Vokalen<\/h2>\n<p>Die beiden Englischen W\u00f6rter <em>shit<\/em> und sheet<strong> <\/strong>unterscheiden sich in der Aussprache nur durch den Vokal. Bei <em>shit<\/em> ist er <strong>kurz<\/strong>, bei <em>sheet<\/em><strong> lang<\/strong>. \u00a0In der <strong>deutschen Sprache <\/strong>gibt es <strong> von allen Vokalen<\/strong> eine<strong> lange<\/strong> und\u00a0<strong> eine kurze Form<\/strong>.<br \/>\nEs ist wichtig, dass man den Unterschied lang\/kurz in den betonten Silben deutlich spricht.<\/p>\n<div><\/div>\n<h3><a name=\"Laenge\"><\/a>L\u00e4nge<\/h3>\n<p><strong>L\u00e4nge<\/strong> kann durch folgende Mittel signalisiert werden:<\/p>\n<div>\n<ul>\n<li><strong>Verdoppelung<\/strong> des <strong>Vokals<\/strong> bei <em>a, e, <\/em>und <em>o<\/em> wie z.B. in <strong>Saal<\/strong>, <strong>See<\/strong> und <strong>Boot<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>h<\/strong> als <strong>Dehnungszeichen <\/strong>m\u00f6glich <em>nach allen Vokalen<\/em>. Das h wird dann nicht gesprochen, sondern zeigt nur die L\u00e4nge des Voklas an. (Z.B. Ahle, sehen, ihr, ohne, Uhr, n\u00e4hen, B\u00fchne, H\u00f6he.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Langes i<\/strong> wird als <strong>ie<\/strong> oder in Ausnahmef\u00e4llen als <strong>ieh <\/strong>(ziehen, Vieh etc.) geschrieben. Das e (und das h) werden in dieser Kombination nicht gesprochen, sondern zeigen die L\u00e4nge des i an wie zum Beispiel in <strong>Miete<\/strong>, <strong>lieben<\/strong> oder <strong>die<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p>Diese L\u00e4ngenzeichen <strong>stimmen immer<\/strong>, das heisst, die so bezeichneten Vokale sind immer lang. Leider werden aber nicht alle langen Vokale\u00a0 explizit gekennzeichnet. Das a in Tal oder das o in Rose sind ebenfalls lang. Die Schreibung bietet hier keine direkte Hilfe.<br \/>\nEs gibt aber eine <strong>Faustregel:<\/strong><\/p>\n<div><strong>Oft<\/strong> (aber nicht immer) wird der Vokal <strong>lang<\/strong> gesprochen, wenn ihm <strong>nur ein Stammkonsonant folgt<\/strong>.<\/div>\n<p><strong>Beispiele:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>a in Ta<strong>g<\/strong><\/li>\n<li>e in Le<strong>b<\/strong>en:\u00a0[e:]<\/li>\n<li>\u00f6 in st\u00f6<strong>r<\/strong>-t<\/li>\n<li>\u00fc \u00fc<strong>b<\/strong>-st<\/li>\n<\/ul>\n<h3><a name=\"Kuerze\"><\/a>K\u00fcrze<\/h3>\n<div><strong>K\u00fcrze<\/strong> wird durch die Verdoppelung des nachfolgenden Konsonanten signalisiert.<\/div>\n<p>Die folgenden Vokale sind alle kurz:<\/p>\n<ul>\n<li>a in Sta<strong>ll<\/strong><\/li>\n<li>e in de<strong>nn<\/strong>: [\u03b5]<\/li>\n<li>i in Mi<strong>tt<\/strong>e<\/li>\n<li>o\u00a0in ko<strong>mm<\/strong>en<\/li>\n<li>u in Tu<strong>nn<\/strong>el<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nicht alle kurzen Vokale werden durch Verdoppelung des nachfolgenden Konsonannten als solche gekennzeichnet. <strong>Doppelte Konsananten <\/strong>siganlisieren aber <strong>immer K\u00fcrze<\/strong>, <strong>ausser bei s<\/strong>,\u00a0 so wird zum Beispiel das Wort Fuss mit langem u gesprochen, das Wort Fluss mit kurzem.<br \/>\nIn Deutschland und Oesterreich wird nach langem Vokal und nach Diphtongen \u00df (Eszett) geschrieben, also Fu\u00df, aber Fluss. Das Eszett zeigt an, dass der vorangehende Vokal lang ist. Die <strong>Schweiz<\/strong> kennt diese Regelung nicht und schreibt <strong>immer Doppel-s,<\/strong> auch nach langem Vokal.<\/p>\n<div><strong>h\u00e4ufig<\/strong> (aber <strong>nicht immer<\/strong>)<strong> kurz<\/strong>, wenn nach ihm<strong> mehrere Konsonanten folgen<\/strong>.<\/div>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Zum Beispiel beim<\/span><\/strong>:<\/p>\n<ul>\n<li>a in La<strong>st<\/strong><\/li>\n<li>e in He<strong>rbst<\/strong><\/li>\n<li>i in \u00a0Ti<strong>nt<\/strong>e<\/li>\n<li>\u00e4 in d\u00e4<strong>mpf<\/strong>en: [\u03b5]<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt: Laute ohne eigenen Buchstaben Konsonanten, die f\u00fcr verschiedene Laute stehen L\u00e4nge und K\u00fcrze bei Vokalen: L\u00e4nge; K\u00fcrze In der Deutschen Sprache liegen Aussprache und Schreibung relativ nahe beieinander. Einige Regeln k\u00f6nnen jedoch\u00a0 helfen, auch unbekannte W\u00f6rter richtig vorzulesen. Laute ohne eigenen Buchstaben Das Deutsche Alphabet hat die 26 Buchstaben des lateinischen Alphabets und zus\u00e4tzlich <a href='https:\/\/cornelia.siteware.ch\/cms\/daf-daz-2\/aussprache\/laute-und-buchstaben\/aussprache-und-rechtschreibung' class='excerpt-more'>[&#8230;]<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":80,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/cornelia.siteware.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/18"}],"collection":[{"href":"https:\/\/cornelia.siteware.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/cornelia.siteware.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cornelia.siteware.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cornelia.siteware.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/cornelia.siteware.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/18\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1408,"href":"https:\/\/cornelia.siteware.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/18\/revisions\/1408"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/cornelia.siteware.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/80"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/cornelia.siteware.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}