{"id":1075,"date":"2009-08-31T00:22:00","date_gmt":"2009-08-30T23:22:00","guid":{"rendered":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/?p=1075"},"modified":"2009-09-13T16:22:40","modified_gmt":"2009-09-13T15:22:40","slug":"satzbaupuzzle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2009\/08\/31\/satzbaupuzzle","title":{"rendered":"Satzbaupuzzle"},"content":{"rendered":"<p>Eine altbekannte Variante der <a href=\"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2009\/08\/16\/textrekonstruktion\">Textrekonstruktion<\/a> ist das Satzbaupuzzle. Dabei bekommen die Lernenden Karten, auf denen Satzglieder stehen und die sie zu korrekten S\u00e4tzen ordnen m\u00fcssen (<a href=\"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2006\/06\/27\/zettelsyntax\">Siehe auch hier<\/a>). Die in diesem Beitrag vorgestellte Variante habe ich in einem A2-B1 Kurs nach einer Repetition der Syntax und insbesondere der Konnektoren eingesetzt.<\/p>\n<p>Ich habe eine Sage \u00fcber die Entstehung des K\u00e4ses (genauer des Emmentalers) als Vorlage genommen, weil ich die Syntaxrepetition in das Thema Essen\/Ern\u00e4hrung eingebettet habe. Die ganze Geschichte lautet so:<\/p>\n<p><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   0   1   160   917   7   1   1126   11.1282 <\/xml>< ![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> 0         21   0   0 <\/xml>< ![endif]--> <!--  --><\/p>\n<blockquote><p>Vor langer Zeit liebte ein Kuhhirte aus dem Emmental die Tochter eines reichen Bauern. Das M\u00e4dchen liebte den jungen Hirten auch von ganzem Herzen, aber dem Vater des M\u00e4dchens war der junge Mann nicht gut genug. Der liebeskranke junge Mann ging zur\u00fcck zu seiner H\u00fctte in den Bergen. Er \u00fcberlegte, was er tun k\u00f6nnte, um das M\u00e4dchen doch noch zu bekommen, aber er hatte keine Idee. Der junge Mann wollte gerade essen, als jemand kr\u00e4ftig an seine T\u00fcr klopfte. Obwohl er vor Angst zitterte, \u00f6ffnete er die T\u00fcr und dort stand ein sehr h\u00e4sslicher Berggeist. Er kam schnell ins Haus, ass das Essen auf dem Tisch und wollte sofort wieder gehen. Bevor er die H\u00fctte verliess, gab er dem jungen Mann einen Zettel mit einem Rezept. Weil der junge Mann neugierig war und weil er alle Zutaten hatte, probierte er es aus. Er kochte Milch in einem Kessel \u00fcber dem Feuer und gab die anderen Zutaten dazu. Er r\u00fchrte, bis die Mischung hart wurde. Er brachte sein Produkt zu dem reichen Bauern. Als der es probierte, war er so begeistert, dass er dem Hirten seine Tochter zur Frau gab. So ist der erste K\u00e4se entstanden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Langversion der Sage findet ihr bei <a href=\"http:\/\/www.swissworld.org\/de\/schweiz\/dossiers\/kaese\/kaesesagen_der_verliebte_emmentaler\/\">Swissworld<\/a>.<\/p>\n<p>Die Satzglieder habe ich auf Karten ausgedruckt. Bei S\u00e4tzen mit vielen Teils\u00e4tzen haben die Teils\u00e4tze je ein eigenes Symbol. Dass macht das Ordnen etwas leichter. Die S\u00e4tze habe ich auf dickeres, buntes Papier gedruckt. Ich habe zwar nicht f\u00fcr jeden Satz eine eigene Farbe, aber je mehr Farben man hat, desto weniger Chaos gibt es nachher beim Zusammenr\u00e4umen und dank dem dickeren Papier kann man die Karten mehrmals verwenden.<\/p>\n<p>Im Prinzip reicht ein Set des Puzzles. Ich habe die Lernenden diesmal zu zweit arbeiten lassen und sie gebeten, den fertigen Satz jeweils aufzuschreiben. Wer einen Satz fertig hat, mischt die Karten wieder und legt sie f\u00fcr die anderen hin. Wenn sie alle S\u00e4tze haben, sollen sie sie in der richtigen Reihenfolge nummerieren. Die Korrektur der S\u00e4tze kann laufend erfolgen, oder man sammelt die Bl\u00e4tter am Schluss ein. Die Betreuung w\u00e4hrend des Zusammensetzens ist aber sehr wichtig, da man den Lernenden dabei genau dort helfen kann, wo sie individuelle Schwierigkeiten haben.<\/p>\n<p>Da die Lernenden einen ganzen Text rekonstruieren m\u00fcssen, sind einige Informationen zur Handlung hilfreich. Diese k\u00f6nnten zum Beispiel so aussehen:<\/p>\n<blockquote><p>Die Geschichte spielt in der Schweiz, genauer in den Alpen. Die Hauptfiguren sind:<\/p>\n<ul>\n<li>ein reicher Bauer<\/li>\n<li>seine wundersch\u00f6ne Tochter<\/li>\n<li>ein armer Kuhhirte<\/li>\n<li>ein Geist, der in den Bergen lebt.<\/li>\n<\/ul>\n<\/blockquote>\n<p>Mit den entsprechenden Worterkl\u00e4rungen kann man sich aus dieser Figurenkonstellation schon einen Grossteil der Handlung zusammenreimen.<\/p>\n<p>Meine Druckvorlage findet ihr hier als kaesesatzpuzzlegrosszahlen <a href=\"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kaesesatzpuzzlegrosszahlen.doc\">doc<\/a> und <a href=\"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/kaesesatzpuzzlegrosszahlen.pdf\">pdf<\/a>. F\u00fcr die \u00dcbung w\u00fcrde ich allermindestens 25 Minuten veranschlagen. Beschleunigen kann man das Ganze, wenn man nach einer bestimmten Zeit zwei bis drei Zweierteams zusammenarbeiten l\u00e4sst, um den Text zu rekonstruieren.<\/p>\n<p><!--EndFragment--><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kann man auch jeder Gruppe (3-4 Personen) ein Kartenset geben, aber mit obiger Variante bringt man die Lernenden eher dazu, die S\u00e4tze tats\u00e4chlich aufzuschreiben. Auch sehr fruchtbar ist es, wenn die Lernenden selber f\u00fcr einander Puzzles\u00e4tze produzieren. Der Schwerpunkt dieser \u00dcbungsform liegt dann auf dem Erkennen von Satzgliedern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine altbekannte Variante der Textrekonstruktion ist das Satzbaupuzzle. 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