{"id":1068,"date":"2009-08-30T00:20:26","date_gmt":"2009-08-29T23:20:26","guid":{"rendered":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/?p=1068"},"modified":"2009-09-13T19:28:49","modified_gmt":"2009-09-13T18:28:49","slug":"wegbeschreibungen-auf-dialekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2009\/08\/30\/wegbeschreibungen-auf-dialekt","title":{"rendered":"Wegbeschreibungen auf Dialekt"},"content":{"rendered":"<p>Da in der Schweiz der Grossteil der Alltagskommunikation auf Dialekt stattfindet, versuche ich in meine Kurse immer wieder mal H\u00f6r\u00fcbungen dazu einzuschieben. Dass die Lernenden Dialekt sprechen lernen, ist nicht das Ziel, sondern &#8222;nur&#8220;, dass sie sich etwas weniger hilflos f\u00fchlen oder sogar zu verstehen beginnen, wenn sie auf Dialekt angesprochen werden oder eine Antwort auf Dialekt erhalten.<\/p>\n<p>Die Frage ist immer Hochdeutsch gesprochen, die Beschreibung auf Dialekt. In der realen Situation k\u00f6nnte man sein Gegen\u00fcber nat\u00fcrlich bitten, Hochdeutsch zu sprechen (und das w\u00fcrde auch funktionieren), aber dann k\u00f6nnte man ja das Dialektverstehen nicht \u00fcben \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Die Wegbeschreibungen gehen vom Central in Z\u00fcrich (Standort beim Tram-Symbol, Blick nach Westen) aus: http:\/\/map.search.ch\/zuerich\/central<\/p>\n<p>Die Audiodateien k\u00f6nnt ihr euch hier anh\u00f6ren: <a href=\"http:\/\/dafradio.wordpress.com\/2009\/08\/29\/wegbeschreibungen-auf-dialekt\/\">http:\/\/dafradio.wordpress.com\/2009\/08\/29\/wegbeschreibungen-auf-dialekt\/<\/a><\/p>\n<p>Die Transkriptionen und \u00dcbersetzungen findet ihr gleich anschliessend.<\/p>\n<p><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   0   1   333   1903   15   3   2337   11.1282 <\/xml>< ![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> 0         21   0   0 <\/xml>< ![endif]--> <!--  --><\/p>\n<p><em>1. Entschuldiung, k\u00f6nnen Sie mir sagen, wie ich zum Hauptbahnhof komme?<\/em><\/p>\n<p>Dialekt: Jo, nat\u00fcrli. Das isch ganz eifach. Gs\u00e4nd Si det d Limmet und det das Geb\u00e4ude dehinder? Das isch de Bahnhof. Si g\u00f6nd also \u00fcber d&#8217;Brugg und denn no zwoimol \u00fcber d Stross und scho sind Si bim Bahnhof.<\/p>\n<p>Hochdeutsch: Ja, nat\u00fcrlich. Das ist ganz einfach. Sehen Sie dort die Limmat und dort das Geb\u00e4ude dahinter? Das ist der Bahnhof. Sie gehen also \u00fcber die Br\u00fccke und dann noch zweimal \u00fcber die Strasse und schon sind Sie beim Bahnhof.<\/p>\n<p><em>2. Entschuldigung, ich suche die Universit\u00e4t.<\/em><\/p>\n<p>Dialekt: Jo, mom\u00e4nt schn\u00e4ll. Ich muss \u00fcberlege. H\u00e4nd si es Trambillet? Jo? Guet, i dem Fall n\u00e4med si am beschte d Polybahn. Das isch das rote B\u00e4hnli. D Haltstell isch grad do lings i dem Hus. D Polybahn fahrt bis ufe zur ETH. G\u00f6nd Si denn r\u00e4chts \u00fcber d Polyterasse bis zur n\u00f6chschte Chr\u00fczig. Das isch d Karl-Schmitt-Schrtoss. G\u00f6nd Si die Stross ue bis r\u00e4chts en chline Fuessw\u00e4g chunnt. Wenn Si d\u00e4 Fuessw\u00e4g n\u00e4med, ch\u00f6mmed Si dir\u00e4kt zum Hauptigang vo de Uni.<\/p>\n<p>Hochdeutsch: Ja, einen kurzen Moment bitte. Ich muss nachdenken. Haben Sie ein Trambillet? Ja? Gut, in diesem Fall nehmen Sie am besten die Polybahn. Das ist dieses rote B\u00e4hnchen. Die Haltestelle ist gleich dort links in dem Haus. Die Polybahn f\u00e4hrt rauf bis zur ETH. Gehen Sie dann rechts \u00fcber de Polyterasse bis zur n\u00e4chsten Kreuzung. Das ist die Karl-Schmitt-Strasse. Gehen Sie diese Strasse rauf bis rechts ein kleiner Fussweg kommt. Wenn Sie diesen Fussweg nehmen, kommen Sie direkt zum Haupteingang der Uni.<\/p>\n<p><em>3. Entschuldigung, ich suche eine Tramhaltestelle der Linie 14. Ich muss zum Milchbuck. <\/em><\/p>\n<p>Dialekt: Linie vierz\u00e4\u00e4, linie vierz\u00e4\u00e4 &#8230; Si ch\u00f6nnted bim Bahnhof istiige. S Vierz\u00e4ni fahrt det. Aber wenn Si zum Milchbuck m\u00fcend, g\u00f6nd Si am beschte do d Stampfebachstross drab. Denn ch\u00f6med Si direkt zu nere Haltstell vom Vierz\u00e4ni.<br \/>\nAber da chunnt mer in Sinn,\u00a0 s Sibni fahrt ja au zum Milchbuck und das halted do am Central. Si ch\u00f6nd also grad doblibe.<\/p>\n<p>Hochdeutsch: Linie Vierzehn, Linie Vierzehn &#8230; Sie k\u00f6nnten beim Bahnhof einsteigen. Die Vierzehn f\u00e4hrt dort. Aber wenn Sie zum Milchbuck m\u00fcssen, gehen Sie am besten hier die Stampfenbachstrasse runter. Dann kommen Sie direkt zu einer Haltestelle der Vierzehn.<br \/>\nAber da f\u00e4llt mir gerade ein, die Sieben f\u00e4hrt auch zum Milchbuck und die h\u00e4lt hier am Central. Si k\u00f6nnen also gleich hierbleiben.<\/p>\n<p><!--EndFragment--><\/p>\n<p>Es gibt \u00fcbrigens ein gutes neues Lehrmittel, dass haupts\u00e4chlich das Dialekt-H\u00f6rverstehen schult, aber auch viele Informationen zum Leben in der Deutschschweiz enth\u00e4lt. Es beinhaltet neben dem Buch nicht nur eine CD mit den H\u00f6rtexten, sondern auch eine DVD mit Filmausschnitten und Zugang zu einem Internetportal.\u00a0 Man kann das Buch auch gut ohne Lehrer im Selbststudium benutzen, sollte die Standardsprache aber schon ziemlich gut beherrschen: <a href=\"http:\/\/www.schulverlag.ch\/page\/content\/index.asp?MenuID=1344&amp;ID=1665&amp;Menu=1&amp;Item=1.2.8\">Chunsch druus?<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da in der Schweiz der Grossteil der Alltagskommunikation auf Dialekt stattfindet, versuche ich in meine Kurse immer wieder mal H\u00f6r\u00fcbungen dazu einzuschieben. 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