{"id":1002,"date":"2009-08-09T23:15:18","date_gmt":"2009-08-09T22:15:18","guid":{"rendered":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/?p=1002"},"modified":"2009-09-14T10:20:59","modified_gmt":"2009-09-14T09:20:59","slug":"whiteboards-fur-daf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2009\/08\/09\/whiteboards-fur-daf","title":{"rendered":"Whiteboards f\u00fcr DaF"},"content":{"rendered":"<p>An der IDT habe ich zum ersten Mal interaktive Whiteboards im Zusammenhang mit DaF gesehen. Es wurde in einigen Vortr\u00e4gen benutzt (statt Computer und Powerpointpr\u00e4sentation) und der Cornelsen-Verlag pr\u00e4sentierte Whiteboardmaterialien f\u00fcr das Lehrwerk <a href=\"http:\/\/www.cornelsen.de\/sixcms\/detail.php\/1.c.1120801.de\">Studio D<\/a>. Diese Verlagspr\u00e4sentation war gut gemacht, aber ich muss sagen, dass mich die gezeigten M\u00f6glichkeiten eines Whiteboards nicht gerade vom Hocker gerissen haben.<\/p>\n<p>Die Whitebordmaterialien zu Studio D bauen auf dem Kursbuch und Begleitmaterialien auf. Verwendet wurde nicht die board-eigene Funktionalit\u00e4t, sondern die vorhandenen Funktionen wurden selber programmiert. Gezeigt wurde zum Beispiel, dass man mit Whiteboard Folgendes kann:<\/p>\n<ul>\n<li>Video und Audio direkt abspielen<\/li>\n<li>Bilder und Text vergr\u00f6sstert darstellen und hineinzoomen<\/li>\n<li>interaktive Elemente bedienen (eine automatische Korrektur gibt es nicht, man kann aber zum Beispiel bei MC-Fragen die gew\u00fcnschte Antwort anklicken und bei Bedarf radieren)<\/li>\n<li>schreiben (was bei der Demo aber nicht wirklich gut geklappt hat)<\/li>\n<li>Im Text W\u00f6rter farbig markieren, unterstreichen etc.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nicht m\u00f6glich ist mit der pr\u00e4sentierten Software (wenn mich meine Erinnerung nicht tr\u00fcgt)<\/p>\n<ul>\n<li>das Speichern von Ergebnissen<\/li>\n<li>die Erg\u00e4nzung um eigene \u00dcbungen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sofern ich jetzt nichts Wesentliches vergessen habe, muss man sagen, dass das Whiteboard nichts wirklich Neues bringt. Alle gezeigten Funktionen kann man mit bereits vorhandenen Medienpr\u00e4sentationsger\u00e4ten (vom Hellraumprojektor \u00fcber die Tafel und den CD-Player bis zum Beamer) auch erreichen. Der Mehrwert beschr\u00e4nkt sich aus meiner Sicht\u00a0 darauf, dass das Whiteboard die Funktionalit\u00e4t verschiedener Medien vereint. Wenn mir der Verlag das Material liefert, kann ich mir zum Beispiel den Aufwand des Folienkopierens sparen (\u00fcberdies gewinne ich die Farbdastellung hinzu), kann &#8222;radieren&#8220; oder ich brauche nicht extra Computer und Beamer aufzubauen. Daf\u00fcr bin ich aber zum Beispiel weniger flexibel beim Anschreiben und Entwickeln (zumindest mit der gezeigten Software). Wenn ich kein vorgefertigtes Material kriege, f\u00e4llt wieder relativ viel Vorbereitungsaufwand an. Wenn man vorher schon viel mit elektronisch verf\u00fcgbarem Material gearbeitet hat aber sicher weniger, als wenn das meiste lehrbuch- und damit papierbasiert war.<\/p>\n<p>Neue <strong>Unterrichtsformen<\/strong> taten sich mir keine auf, daf\u00fcr sehe ich die Gefahr, dass sich wieder mehr Unterrichtsprozesse nach vorne verlagern (und ob nun ein Lehrer oder ein einzelner Sch\u00fcler das Board bedienen, spielt in meinen Augen nicht so eine Rolle). Auf eine entsprechende Frage entgegnete Hermann Funk denn auch, dass viele der interaktiven Elemente eher zur \u00dcberpr\u00fcfung im Plenum gedacht seien als als Ersatz f\u00fcr Partner- oder Gruppenarbeit.<\/p>\n<p>Beim Lehrerfreund findet man <a href=\"http:\/\/www.lehrerfreund.de\/in\/schule\/kat\/interaktive-whiteboards\/\">einiges zum Thema Whiteboard<\/a>. Besonders interessant ist ein <a href=\"http:\/\/www.lehrerfreund.de\/in\/schule\/1s\/beispiel-interaktives-whiteboard-unterrichtseinheit\/3542\/\">l\u00e4ngerer Beitrag zu einer englischsprachigen Unterrichtseinheit mit Whiteboard<\/a> (via\u00a0 <a href=\"http:\/\/fremdsprachenundneuemedien.blogspot.com\/2009\/08\/unterrichtseinheit-mit-interaktivem.html#links\">Fremdsprache und neue Medien<\/a>). Der Beitrag h\u00e4lt fest, dass<\/p>\n<ul>\n<li>die Unterrichtseinheit stark frontal ausgerichtet ist und statt den Lernenden das Whiteboard im Zentrum steht<\/li>\n<li>im Vorstellungsvideo die Unterrichtsziele hinter dem Medium und seinen Eigenheiten zur\u00fccktreten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gerade letzteres kann man nicht allein dem Whiteboard anlasten. Es passiert auch sonst nicht gerade selten, dass jemand ob einem Tool oder einer Spielidee zu \u00fcberlegen vergisst, was eigentlich der didaktische Sinn des Ganzen sein soll. Diese Reflexion ist hier genauso n\u00f6tig &#8211; und genauso aufwendig &#8211; wie in &#8222;normalem&#8220; Unterricht auch. Das neue Technik allein schon durch den Neuigkeitswert einen Mehrwert bringt ist nur kurzfristig wahr und f\u00fchrt h\u00f6chstens dazu, dass man st\u00e4ndig neuen Entwicklungen nachjagen muss.<\/p>\n<p>Der Lehrerfreund r\u00e4t <a href=\"http:\/\/www.lehrerfreund.de\/in\/schule\/1s\/tipps-unterricht-whiteboards\/3364\/\">in einem anderen Beitrag<\/a> ein Whiteboard &#8211; wenn es nun mal schon vorhanden ist &#8211; zum Pr\u00e4sentieren\/Erstellen von Tafelbildern und zum Zeigen von Bildern und Videos zu benutzen. Das sind ziemlich eingeschr\u00e4nkte Funktionen, die sinnvoll sind, aber f\u00fcr die man wie schon oben erw\u00e4hnt nicht unbedingt ein Whiteboard braucht.<\/p>\n<p>Mein <strong>Fazit<\/strong>: ich bin im Moment nicht wirklich traurig, dass wir in unseren Unterrichtsr\u00e4umen keine interaktiven Whiteboards haben, aber ich werde von Zeit zu Zeit mal Gucken, ob sich was tut. Man kann ja nie wissen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An der IDT habe ich zum ersten Mal interaktive Whiteboards im Zusammenhang mit DaF gesehen. Es wurde in einigen Vortr\u00e4gen benutzt und der Cornelsen-Verlag pr\u00e4sentierte Whiteboardmaterialien f\u00fcr das Lehrwerk Studio D. 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