{"id":783,"date":"2009-05-13T10:06:38","date_gmt":"2009-05-13T09:06:38","guid":{"rendered":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/?p=783"},"modified":"2010-12-27T08:48:15","modified_gmt":"2010-12-27T07:48:15","slug":"sprachfundstucke-und-andere-deutsche-kuriositaten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2009\/05\/13\/sprachfundstucke-und-andere-deutsche-kuriositaten","title":{"rendered":"Sprachfundst\u00fccke und andere deutsche Kuriosit\u00e4ten :-)"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcbers Wochenende war ich in Deutschland und habe anstelle anderer Souvenirs einige sprachliche Fundst\u00fccke und andere Erkenntnisse mitgebracht. Aktionen nennt man im fernen Deutschland zum Beispiel <em>Angebote <\/em>(Heute im\u00a0 Angebot &#8230;), Rolltreppen werden als <em>Fahrtreppe <\/em>betitelt (zumindest bei den M\u00fcnchner Verkehrsbetrieen) und Tempor\u00e4rb\u00fcros kommen als <em>Zeitarbeitsfirmen<\/em> daher.<\/p>\n<p>Englische W\u00f6rter sind auch in Deutschland nicht gerade selten, aber immerhin wurde in der M\u00fcnchner U-Bahn statt f\u00fcr die Cashkcard f\u00fcr die <em>GeldKarte<\/em> geworben (die Binnengrossschreibung ist nicht auf meinem Mist gewachsen). H\u00fcbsch fand ich auf Stellenanzeigen die L\u00f6sung nach einem &#8222;Ingenieur (m\/w)&#8220; zu suchen. In der Schweiz sind vor allem komplexe Konstruktionen mit Binnen-I gebr\u00e4uchlich, die ziemlich schwerf\u00e4llig wirken.<\/p>\n<p>Dass man Randen rote Beete nennt, wusste ich zwar schon l\u00e4nger, aber als ich dann im Resaurant eine rote-Beete-Suppe bestellte, wollte mir ganz unvermutet das Wort &#8222;Randen&#8220; \u00fcber die Lippen rutschen, obwohl das Wort ja gar nicht auf der Karte stand. Pl\u00f6tzlich stellte sich dann auch die Frage, wie man um alles in der Welt in Deutschland einen Tee Cr\u00e8me bestellt. <em>Tee mit Milch<\/em> schien mir fast schon zu banal. Tee Cr\u00e8me klingt da irgendwie nach mehr.<\/p>\n<p>Dialekt bekam ich fast keinen zu h\u00f6ren, wenn schon am ehesten mundartlich eingef\u00e4rbtes Hochdeutsch. Der Umgang mit dem Dialekt ist f\u00fcr mich einer der frappierendsten Unterschiede zur Schweiz. Im Alltag ist er &#8211; egal ob im Umgang mit Freunden oder mit Fremden &#8211; bei uns nicht wegzudenken und auch wenn ich &#8211; zum Beispiel mit Fremdsprachigen &#8211; Hochdeutsch spreche gibt es vereinzelte\u00a0 Dialektinseln wie Gr\u00fcezi, Meric und en Guete. Gerade letzteres k\u00f6nne man auf Bayrisch eigentlich auch sagen, erz\u00e4hlte mir\u00a0 der Vater eines Freundes. Aber &#8222;<em>en gueten<\/em>&#8220; ben\u00fctze man nur im engsten Freundeskreis, da die Zugewanderten es nicht verst\u00fcnden. Solche R\u00fccksichten nimmt in der Schweiz definitiv keiner und ich glaube auch nicht, dass die Kommunikation an solchen hochfrequenten und ritualisierten Floskeln scheitert.<\/p>\n<p>Sehr positiv \u00fcberrascht haben mir die Bierg\u00e4rten. Ich wusste nicht, dass man dort sein Essen selber mitbringen darf und nur die Getr\u00e4nke kaufen muss. Das ist wirklich praktisch!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcbers Wochenende war ich in Deutschland und habe anstelle anderer Souvenirs einige sprachliche Fundst\u00fccke und andere Erkenntnisse mitgebracht. Aktionen nennt man im fernen Deutschland zum Beispiel Angebote (Heute im\u00a0 Angebot &#8230;), Rolltreppen werden als Fahrtreppe betitelt (zumindest bei den M\u00fcnchner Verkehrsbetrieen) und Tempor\u00e4rb\u00fcros kommen als Zeitarbeitsfirmen daher. 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