{"id":76,"date":"2006-04-13T09:29:29","date_gmt":"2006-04-13T07:29:29","guid":{"rendered":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2006\/04\/13\/gemeinsam-schreiben"},"modified":"2006-04-14T17:07:49","modified_gmt":"2006-04-14T15:07:49","slug":"gemeinsam-schreiben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2006\/04\/13\/gemeinsam-schreiben","title":{"rendered":"Gemeinsam Schreiben"},"content":{"rendered":"<p>Beim Schreiben sind zwei verschiedene Dinge wichtig. Einerseits das Endprodukt, das heisst der fertige Text, und andererseits der Schreibprozess. Die wenigsten Texte fliessen einfach so auf&#8217;s Blatt. Den meisten Texten geht vorher eine Planungsphase voraus &#8211; \u00e9criture automatique und \u00e4hnliche Formen einmal ausgenommen &#8211; und sei es auch nur im Kopf. Ein weiterer wichtiger Schritt beim Schreiben ist das Umstellen, neu ordnen und anpassen. In vielen F\u00e4llen leisten Schreibende diese Arbeit allein, Hilfe nehmen sie vor allem in der Endphase des Schreibens in Anspruch. Eine andere Person liest den Text, korrigiert und kommentiert, sei es im handschriftlichen Original, auf einem Ausdruck oder in einer Datei. Je nach dem, wie eng die Zusammenarbeit ist und wie viele Besprechungs- oder Korrekturschritte erforderlich sind, kann der Papier- oder Dateiaustausch ziemlich rege werden und viel Zeit beanspruchen. Und wer weiss schon immer ganz genau,  in welcher Datei sich die aktuellste Version befindet? Von Konvertierungsproblemen zwischen verschiedenen Betriebssystemen und Textverarbeitungsprogrammen wollen wir jetzt gar nicht erst anfangen.<br \/>\nEs gibt einige neuere Webapplikationen, die das gemeinsame Schreiben von Texten erleichtern. Die Anwendungsm\u00f6glichkeiten beschr\u00e4nken sich nat\u00fcrlich nicht auf Korrekturen. Man kann einen Text auch von Beginn an gemeinsam schreiben, einzelne Passagen hinzuf\u00fcgen, \u00e4ndern, kommentieren etc. Das alles kann man nat\u00fcrlich auch in einem normalen Textverarbeitungsprogramm wie zum Beispiel <a href=\"http:\/\/de.openoffice.org\/\">OpenOffice<\/a> machen. Der wesentlichste Unterschied besteht darin, dass auf dem eigenen Rechner kein Textverarbeitungsprogramm installiert sein muss.<\/p>\n<p>Beispiele f\u00fcr solche Textverarbeitungsprogramme sind <a href=\"http:\/\/www.writely.com\/\">Writely<\/a>, <a href=\"http:\/\/webcollaborator.com\/\">Webcollaborator<\/a> und <a href=\"http:\/\/writeboard.com\/\">Writeboard<\/a>.<\/p>\n<p>Das Textverarbeitungsprogramm l\u00e4uft im Webbrowser. Das macht diese Anwendungen Plattform unabh\u00e4ngig. Wenn auf einem Rechner ein neuerer Browser wie zum Beispiel Firefox installiert ist und ein Internetzugang besteht, kann man das Programm auch nutzen. Gleich anschliessend findet ihr eine kurze \u00dcbersicht dar\u00fcber, was solche Programme k\u00f6nnen.<\/p>\n<ul>\n<li>Bei allen drei vorgestellten Programmen werden die Daten auf einem Server gespeichert. Die neueste Version ist also immer allen Mitschreibenden zug\u00e4nglich und es ist auch immer klar, welche Version die neuste ist&#8230;<\/li>\n<li>Man kann entweder alleine arbeiten, oder andere Leute per E-Mailadresse zur Mitarbeit einladen.<\/li>\n<li>Alle drei Programme haben auch eine Versionenkontrolle, so wie ihr das Vielleicht von <a href=\"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/de.wikipedia.org\/\">Wikipedia<\/a> her kennt. Die Entstehungsschritte sind also nachvollziehbar. Man kann alte Versionen anschauen und verschiedene Versionen miteinander vergleichen lassen. So kann man sehen, wer was ge\u00e4ndert, hinzugef\u00fcgt oder gel\u00f6scht hat.<\/li>\n<li>Die Daten lassen sich in verschiedenen Formaten exportieren und ausser bei Writeboard kann man auch bestehende Dateien hochladen und an ihnen weiterarbeiten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Soweit die Gemeinsamkeiten. Jetzt zu den Eigenheiten. Dazu stelle ich jede Anwendung einzeln vor. Vorausschicken muss ich, dass ich Writely am besten kenne und am besten finde. Ob ich es am meisten benutze, weil es das Beste ist, oder ob ich es am besten finde, weil ich es am besten kenne ist f\u00fcr mich nicht mehr eindeutig feststellbar. Probiert die Programme also am am besten selber aus.<br \/>\nAn <a href=\"http:\/\/www.writely.com\/\"><strong>Writely<\/strong><\/a> gef\u00e4llt mir besonders, dass es viele Formate unterst\u00fctzt, unter anderem auch das neue <em>open document format (odt)<\/em> von Openoffice. Die Dokumente kann man nach verschiednen Kriterien ordnen, zum Beispiel mit Tags.<br \/>\nDokumente kann man nicht nur per Interface raufladen, sondern auch per E-Mail schicken. Entweder als Text im Mailk\u00f6rper oder als Attachments. Dokumente kann man auf zwei Arten teilen. Entweder zum Mitschreiben oder nur zum Mitlesen.<br \/>\nIm Tab &#8222;Revisions&#8220; kann man verschiedene Versionen miteinander vergleichen. Die \u00c4nderungen kann man auch als RSS-Feed abonieren. Kommentare werden in Farbe in den Text eingef\u00fcgt. Sie sind f\u00fcr alle Editierenden sichtbar. Writely hat keine Probleme damit, wenn zwei Leute gleichzeitig dasselbe Dokument bearbeiten.<br \/>\nWenn man ein Dokument publiziert &#8211; das heisst zum mitlesen freigibt &#8211; kann man das entweder f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Leute tun, deren E-Mail-Adresse man angibt, oder man gibt das Dokument einfach frei, so dass jeder, der die URL des Dokuments kennt, es auch lesen kann.<br \/>\nDer grosse Nachteil von Writely ist, dass man sich nicht sofort registrieren kann. Zuerst kommt man auf eine Warteliste. Bei mir ist es dann zwar sehr schnell gegangen, aber ich weiss nicht, wie die Situation heute aussieht. Um mit Writely zu arbeiten, braucht man aber nicht unbedingt einen eigenen Account. Wenn man zum Mitarbeiten an einem Dokument eingeladen wird, erh\u00e4lt man ein Passwort f\u00fcr dieses Dokument. Eigene Dokumente er\u00f6ffnen kann man allerdings nicht. Die Anzahl Mitarbeiter pro Dokument ist beschr\u00e4nkt, aber 50 Leute sind ja schon ziemlich viel.<br \/>\nMehr Informationen gibt es in der <a href=\"http:\/\/www.writely.com\/BasePage.aspx?action=faq\">FAQ <\/a>von Writely.<\/p>\n<p>Das Besondere an <a href=\"http:\/\/www.writeboard.com\/\"><strong>Writeboard<\/strong><\/a> ist, dass man sich nicht anmelden muss. Beim Er\u00f6ffnen eines Dokuments gibt man einfach die E-Mail-Adresse an, setzt ein Passwort und los gehts. Den Link, unter dem das Writeboard gespeichert ist, sollte man sich bookmarken (oder in ein Textfile auf der Festplatte kopieren). Der Link wird n\u00e4mlich <strong>nicht<\/strong> automatisch an die E-Mail-Adresse des Writeboardeigent\u00fcmers geschickt. Wenn man das vergisst, ist das aber nicht tragisch. Wenn man seine Writeboards nicht mehr findet, kann man auf http:\/\/123.writeboard.com\/find seine E-Mail-Adresse angeben, die Adressen aller Writeboards werden dann &#8211; inklusive Passwort &#8211; an die E-Mail-Adresse geschickt.<br \/>\nWriteboard ist eher ein Notizblock als ein Textverarbeitungsprogramm. Es verzichtet auf unn\u00f6tige Extras. Die Formatierungsm\u00f6glichkeiten beinhalten fett, kursiv, Listen, Einr\u00fcckungen und eine Markierung f\u00fcr Titel. Tabellen fehlen, auch Bilder kann man nicht raufladen.<br \/>\nDie Exportm\u00f6glichkeiten sind ebenfalls eingeschr\u00e4nkt. Man kann sich den Text als E-Mail schicken lassen oder txt- oder html-Files abspeichern. Man kann (noch?) keine Dateien zum Weiterbearbeiten hochladen. Wenn man nicht bei Null beginnen will, kann man aber nat\u00fcrlich mit copy und paste Text ins Writeboard kopieren. Mit gleichzeitigem Editieren kommt Writeboard noch nicht besonders gut zu Rande. Immerhin wird man gewarnt, dass das Dokument gerade bearbeitet werde.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/webcollaborator.com\/\"><strong>Webcollaborator<\/strong><\/a> stellt f\u00fcr jedes Dokument eine Diskussionsseite zur Verf\u00fcgung. Kommentare, die den Text als ganzes betreffen, m\u00fcssen also nicht in den Text hineingepackt werden, wie bei Writely, sondern lassen sich sauber trennen. Das gef\u00e4llt mir sehr. Leider ist das Managment gleichzeitig schreibender Nutzer nicht so gl\u00fccklich gel\u00f6st wie in Writely. Beim gleichzeitigen Schreiben sind mir auch schon W\u00f6rter abhanden gekommen &#8230; Mit den Umlautbuchstaben bekundet das System auch einige M\u00fche. Wie es mit dem <a href=\"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2005\/06\/13\/eszett\">Eszett<\/a> aussieht weiss ich nicht, da ich dieses Zeichen ja auch selbst nie benutze.<br \/>\nAls Exportformate stellt Webcollaborator  PDF und RTF zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>So, ich w\u00fcnsche allen viel Spass beim Schreiben und Ausprobieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt einige neuere Webapplikationen, die das gemeinsame Schreiben von Texten erleichtern. Die Anwendungsm\u00f6glichkeiten beschr\u00e4nken sich nat\u00fcrlich nicht auf Korrekturen. Man kann einen Text auch von Beginn an gemeinsam schreiben, einzelne Passagen hinzuf\u00fcgen, \u00e4ndern, kommentieren etc. Das alles kann man nat\u00fcrlich auch in einem normalen Textverarbeitungsprogramm wie zum Beispiel OpenOffice machen. 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