{"id":38,"date":"2005-12-12T15:16:45","date_gmt":"2005-12-12T13:16:45","guid":{"rendered":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/?p=38"},"modified":"2011-01-12T08:31:49","modified_gmt":"2011-01-12T07:31:49","slug":"aussprache-und-rechtschreibung-ch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2005\/12\/12\/aussprache-und-rechtschreibung-ch","title":{"rendered":"Aussprache und Rechtschreibung: ch"},"content":{"rendered":"<p>Nicht f\u00fcr jeden Laut gibt es einen eigenen Buchstaben. Einige Laute schreibt man mit einer Buchstabenkombination. Beispiele daf\u00fcr sind ie (f\u00fcr [i:], ungef\u00e4hr so wie in Englisch sh<em>ee<\/em>t) oder  sch ( f\u00fcr [\u0283], ungef\u00e4hr so wie in Englisch <em>sh<\/em>out). Auch die Buchstabenkombination <em>ch<\/em> steht f\u00fcr einen Laut (und nicht f\u00fcr zwei, wie zum Beispiel st am Anfang einer Silbe (n\u00e4mlich [\u0283 und t] wie in stehen). In verschiedenen Kontexten kann ch aber f\u00fcr verschiedene Laute stehen, n\u00e4mlich [\u00e7], [x] oder [k].<\/p>\n<p>Schauen wir uns ein paar Beispiele an:<br \/>\n<strong><br \/>\nch als [\u00e7] gesprochen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>ich<\/li>\n<li>m\u00e4chtig<\/li>\n<li> B\u00fccher<\/li>\n<li>m\u00f6chte<\/li>\n<li>B\u00e4uche<\/li>\n<li>die Kirche<\/li>\n<li>der Elch<\/li>\n<li>manche<\/li>\n<li>echt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir stellen fest: <strong>Nach Konsonanten<\/strong> (l, r, n)  und wenn der <strong>vorhergehende Vokal oder Diphthong vorne<\/strong> im Mund gesprochen wird, spricht man auch das ch vorne, n\u00e4mlich als [\u00e7].<\/p>\n<p><strong><br \/>\nch als [x] gesprochen<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>machen<\/li>\n<li>rauchen<\/li>\n<li>der Bauch<\/li>\n<li>das Buch<\/li>\n<li>kochen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir stellen fest: Wenn vor dem Ch ein Vokal oder Diphthong steht, der hinten im Mund gesprochen wird, sprechen wir auch das Ch hinten, n\u00e4mlich als  [x].<br \/>\n<strong><br \/>\nch als [k]<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>wachsen<\/li>\n<li>sechs<\/li>\n<li>die Achse<\/li>\n<li>der Fuchs<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir stellen fest: Wenn nach dem ch ein s folgt spricht man k.<br \/>\nAnmerkung: In der Schweiz h\u00f6rt man diese W\u00f6rter auch oft mit [x] oder [\u00e7], also [vaxsn], [z\u03b5\u00e7s] etc. Das ist vom Basisdialekt abh\u00e4ngig, den die betreffende Person spricht.<\/p>\n<p>Unsere Regeln stimmen aber noch nicht ganz. Ein paar W\u00f6rter passen nicht zu unseren Ausspracheregeln.<\/p>\n<ul>\n<li>Das Wort <em>Frauchen<\/em> spricht man mit [\u00e7], obwohl vor dem ch au steht. Das ist so, weil das ch hier zu der Silbe -chen geh\u00f6rt. Die Hauptfunktion dieser Silbe ist es, Dinge kleiner  oder niedlicher zu machen. Ein H\u00e4uschen ist ein kleines Haus, ein Steinchen ist ein kleiner Stein und ein M\u00fctzchen eine kleine M\u00fctze. Als <em>Frauchen<\/em> bezeichnet man die Besitzerin eines Hundes, wie in dem Satz: Der Hund liebt sein Frauchen \u00fcber alles. Diese Diminutivendung <em>chen<\/em> spricht man immer mit  [\u00e7], ganz egal was vor dem ch steht.<\/li>\n<li>Die W\u00f6rter n\u00e4chste und lachst haben auch ein s nach dem ch. Dieses s geh\u00f6rt aber nicht zum Basiswort. Die Basisw\u00f6rter heissen nah und lachen. Deshalb spricht man die ch als [\u00e7] und [x]. Bei n\u00e4chste sprechen aber trotzdem viele Leute ein k. Bei du lachst geht das aber \u00fcberhaupt nicht.<\/li>\n<li>Fremdw\u00f6rter sind ein Fall f\u00fcr sich. Im Zweifelsfall hilft das W\u00f6rterbuch.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Buchstabenkombination ch kann unterschiedlich ausgesprochen werden. Wie man ein Ch spricht, h\u00e4ngt von den vorausgehenden oder nachfolgenden Buchstaben ab. <\/p>\n","protected":false},"author":24,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,11,16,32],"tags":[130,131,96,14],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38"}],"collection":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/24"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=38"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2282,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38\/revisions\/2282"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=38"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=38"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=38"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}