{"id":3392,"date":"2016-04-17T11:22:52","date_gmt":"2016-04-17T10:22:52","guid":{"rendered":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/?p=3392"},"modified":"2016-07-14T11:29:18","modified_gmt":"2016-07-14T10:29:18","slug":"quizlet-im-unterricht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2016\/04\/17\/quizlet-im-unterricht","title":{"rendered":"Quizlet im Unterricht"},"content":{"rendered":"<p>Seit einiger Zeit habe ich Quizlet (<a href=\"http:\/\/www.quizlet.com\">http:\/\/www.quizlet.com<\/a>) in meinen Unterricht integriert. In diesem Beitrag geht es einerseits darum, was f\u00fcr bzw. gegen den Einsatz dieses spezifischen Programmes spricht und andererseits darum, wie ich Quizlet einbette und benutze.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was ich an Quizlet mag<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Quizlet ist <strong>einfach zu bedienen<\/strong>. Das Eingeben der Listen und das Nutzen der verschiedenen \u00dcbungsformen sind sehr einfach. Eine Anleitung ist nicht unbedingt n\u00f6tig, aber\n<ul>\n<li>sie kann das (englischsprachige) Programm in einen deutschsprachigen Kontext einbetten.<\/li>\n<li>Eine Anleitungen zu verstehen, kann an sich ein \u00dcbungsziel sein.<\/li>\n<li>Eine Anleitung kann helfen, seltener genutzte, aber f\u00fcr die gestellte Lernaufgabe n\u00fctzliche Funktionen zu finden, die zum Beispiel in einem Ausklappmenu stecken.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Ein Teil<\/strong> der Funktionen sind <strong>ohne Account<\/strong> nutzbar. Das erleichtert das Ausprobieren. Wenn man allerdings seinen Lernfortschritt speichern, Listen ausdrucken oder eigene Listen erstellen oder \u00e4ndern m\u00f6chte, muss man sich anmelden. Das funktioniert aber alles mit einem Gratisaccount.<\/li>\n<li>Die <strong>Grundfunktionen<\/strong> von Quizlet sind <strong>gratis.<\/strong> Damit kommt man schon ziemlich weit. Wenn man <strong>Bilder hochladen<\/strong> und <strong>selber Audio aufnehmen<\/strong> will braucht man allerdings <strong>ein kostenpflichtiges Upgrade<\/strong> (Plus- oder Lehreraccount: Mit dem Lehreraccount sieht man auch genauer, wer mit den eigenen Listen gearbeitet hat, bzw. f\u00fcr Leute die zur eigenen Quizletklasse geh\u00f6ren, welche \u00dcbungen sie mit welchem Erfolg gemacht haben.)<\/li>\n<li>Man kann <strong>Listen<\/strong> von anderen nicht nur <strong>suchen<\/strong>, sondern sie auch <strong>\u00fcbernehmen, kombinieren, \u00e4ndern<\/strong> und sich dadurch <strong>zu eigenmachen<\/strong>. Das ist zum Beispiel n\u00fctzlich, wenn die Lernenden verschiedene Ausgangssprachen haben. Sie k\u00f6nnen die vorgegebenen Definitionen (z.B. auf Englisch) durch eigene Definitionen ersetzen.<\/li>\n<li>Man kann <strong>Listen teilen<\/strong>, <strong>einbetten<\/strong> und die <strong>Zug\u00e4nglichkeit kontrollieren<\/strong> (f\u00fcr alle sichtbar\/editierbar, nur f\u00fcr Leute mit Passwort, ganz privat).<\/li>\n<li>Quizlet bietet verschiedene <strong>\u00dcbungsformen<\/strong> an, die alle aus ein- und derselben Liste generiert werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Man kann Daten einfach <strong>importieren <\/strong>und <strong>exportieren<\/strong>. Das hat den Vorteil, dass Listen in Word oder Excel vorbereiten kann und man \u2013 sollte man aus irgend einem Grund von Quizlet wegwechseln wollen \u2013 die Rohdaten woandershin mitnehmen kann. Man ist also nicht komplett an das Programm gebunden.<\/li>\n<li>Quizlet ist <strong>multimodal<\/strong>. Man kann auf dem Computer, mit dem Smartphone (auch offline) oder auf Papier lernen. Auf Knopfdruck kann man den Inhalt einer Liste in unterschiedlich formatierte pdf umwandeln (z.B. Glossar, Liste, Karteikarten verschiedener Gr\u00f6sse).<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was ich an Quizlet weniger mag:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Umgang mit Synonymen<\/strong> und <strong>Zusatzinformationen<\/strong>:\n<ul>\n<li><strong>Was man<\/strong> in Quizlet <strong>in die Listen schreibt<\/strong>, muss man beim \u00dcben auch <strong>genauso <\/strong>als Antwort <strong>eingeben<\/strong>. Wenn man zus\u00e4tzlich zum Verb die Stammformen notiert hat, muss man also beim Antworten wissen, wie man das gemacht hat (mit Klammern, mit Komma etc.). Im <strong>Lernmodus<\/strong> kann man die automatische Korrektur zwar \u00fcberschreiben und zum Beispiel eine Antwort richtig z\u00e4hlen, in der man die Reihenfolge verwechselt hat, das ist aber in vielen Modi nicht so.\u00a0 Das heisst, dass man zwar <strong>komplexe Karten<\/strong> machen kann (wie z.B. diese hier: <a href=\"https:\/\/quizlet.com\/_224i1z\">https:\/\/quizlet.com\/_224i1z<\/a>), sie dann aber nur im Flashcardmodus und als Ausdruck sinnvoll nutzen. Alternativ kann man die <strong>Liste kopieren<\/strong> (und evlt. einzelne Begriffe l\u00f6schen) und in der Definitionsspalten jeweils andere Informationen abfragen lassen, z.B. eben die Bedeutung, die Verbformen, den Plural etc. Auch Beispiels\u00e4tze lassen sich so integrieren (z.B. Satz mit einer L\u00fccke und der L\u00f6sung in der korrekten Form als Antwort).<\/li>\n<li>Quizlet funktioniert in allen Modi am besten, wenn ein Wort oder Ausdruck einem andern Wort oder Ausdruck entspricht. Keine <strong>Synonyme<\/strong> einzugeben ist bei kontextlosen W\u00f6rtern aber sehr oft schwierig. In der Regel sind weniger Synonyme n\u00f6tig, wenn man die \u00dcbersetzungen auf konkrete Texte, Themen oder Situationen bezieht und so kontextualisiert (was auch an sich sinnvoll ist) oder indem man nicht einzelne W\u00f6rter sondern Ausdr\u00fccke notiert, die eine engere Bedeutung haben als die W\u00f6rter an sich.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Die <strong>Qualit\u00e4t des automatisch generierten Audios<\/strong> empfinde ich f\u00fcr Deutsch als schlecht, vor allem bei l\u00e4ngeren Ausdr\u00fccken und beim Wortakzent. Z.B. beim Wort salopp las das Programm s<strong><span style=\"text-decoration: underline;\">a<\/span><\/strong>lopp statt sal<strong>o<\/strong>pp. In einigen \u00dcbungsformen k\u00f6nnen die Lernenden das Vorlesen ausschalten und man k\u00f6nnte es durch eigene Aufnahmen ersetzen, was aber wie gesagt ein kostenpflichtiges Upgrade erfordert.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Einbettung<\/strong><\/p>\n<p>Die Lernenden erhalten eine deutschsprachige Anleitung und arbeiten einmal im Unterricht eine zum Kurs passende Quizletliste durch. Sie gehen die Liste gemeinsam im Flashcardmodus mit Deutsch als zuerst angezeigter Sprache durch und diskutieren auf Deutsch, was das Wort heissen k\u00f6nnte bzw. ob Sie es sicher kennen. Ihre Hypothesen k\u00f6nnen sie dann Mithilfe der virtuellen Kartenr\u00fcckseite pr\u00fcfen. Gemeinsam entscheiden sie, ob sie das Wort in der n\u00e4chsten Phase \u00fcben m\u00f6chten und markieren es mit einem Stern, falls sie sich daf\u00fcr entscheiden.<\/p>\n<p>In der n\u00e4chsten Phase probieren sie die verschiedenen Lernmodi anhand der mit Stern markierten W\u00f6rter aus.<\/p>\n<p>Im Laufe des Kurses stelle ich einige Wortschatzlisten \u2013 aber nicht alle \u2013 auf Quizlet zur Verf\u00fcgung. Zudem baue ich vereinzelt auch Ausdrucke von Quizlet-Listen in den Kurs ein, indem ich zum Beispiel ausgedruckte Karteikarten verteile und die Lernenden sich gegenseitig die Begriffe erkl\u00e4ren lasse.<\/p>\n<p>Quizlet ist aber nicht so stark integriert, dass die Lernenden es benutzen m\u00fcssen. Es bleibt ein optionales Angebot. Mein Ziel ist es, dass die Lernenden es kennenlernen, f\u00fcr sich herausfinden, ob es f\u00fcr sie taugt und allenfalls f\u00fcr ihre Zwecke anpassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das \u00fcbergeordnete Ziel ist, die Lernenden beim Wortschatzerwerb zu unterst\u00fctzen und dazu geh\u00f6rt auch, geeignete Hilfsmittel zu thematisieren. Nie vergessen werden sollte aber, dass das Lernen mit Karteikarten \u2013 sei es virtuell oder auf Papier \u2013 vor allem f\u00fcr die Form-Aspekte (wie schreibt und evt. wie spricht man das Wort) und die Verbindung zwischen (Grund-)Bedeutung und Form n\u00fctzlich ist. Damit ist das Wortschatzlernen zwar auf einem guten Weg, aber noch nicht erledigt, da W\u00f6rter im Gebrauch nicht in Listen, sondern immer im Zusammenspiel mit anderen W\u00f6rtern vorkommen und erst in der Kommunikation ihre Bedeutung richtig entfalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Noch etwas in eigener Sache: <\/strong><\/p>\n<p>Falls ihr euch f\u00fcr einen Lehreraccount interessiert (mit dem ihr Audio aufnehmen, Bilder hochladen und genauer sehen k\u00f6nnt, wer was gelernt hat), k\u00f6nnt ihr diesen Link benutzen: <a href=\"https:\/\/quizlet.com\/upgrade?referrer=cost\">https:\/\/quizlet.com\/upgrade?referrer=cost<\/a> . Dann wird mein Lehreraccount gratis ein halbes Jahr verl\u00e4ngert und ihr erhaltet 20% Rabatt.<\/p>\n<p>Ich will aber niemandem was verkaufen, f\u00fcr viele Anwendungen reichen die Grundfunktionen v\u00f6llig aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit einiger Zeit habe ich Quizlet (http:\/\/www.quizlet.com) in meinen Unterricht integriert. 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