{"id":3370,"date":"2016-04-28T10:00:45","date_gmt":"2016-04-28T09:00:45","guid":{"rendered":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/?p=3370"},"modified":"2016-04-29T21:03:11","modified_gmt":"2016-04-29T20:03:11","slug":"handys-im-daf-unterricht-literatur","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2016\/04\/28\/handys-im-daf-unterricht-literatur","title":{"rendered":"Handys im DaF- und DaZ-Unterricht"},"content":{"rendered":"<p>In einem \u00e4ltern Beitrag habe ich schon einmal \u00fcber das <a title=\"Sprachen lernen mit dem Handy\" href=\"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2011\/06\/09\/sprachen-lernen-mit-dem-handy-2\">Sprachenlernen mit dem Handy<\/a> geschrieben. Das war 2011 und inzwischen hat sich einiges getan. Inzwischen ist es so, dass Handys im Unterricht eine Rolle spielen, ohne das die Lehrperson das unbedingt anregt (oder auch nur will :-)). Einige Beispiele:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Statt<\/strong> Bilder, Grafiken oder Texte <strong>ausgedruckt<\/strong> in den Unterricht mitzubringen, bringen einige Lernende sie nur noch <strong>auf dem Handy<\/strong>, was vor allem dann auff\u00e4llt, wenn die entsprechenden Mitbringsel als Gespr\u00e4chsanlass f\u00fcr eine Gruppe (= mehr als zwei Personen gleichzeitig) h\u00e4tten dienen sollen. Tablets sind in dieser Beziehung besser, aber auch ihre Bildschirme sind f\u00fcr Gruppen eher klein. Daf\u00fcr werden Schnappsch\u00fcsse (von sprachlichen Fundst\u00fccken, Ereignissen etc.), die sich als Sprechanl\u00e4sse mit pers\u00f6nlicher Note eigenen, besser verf\u00fcgbar.<br \/>\nAuch Zeitungsartikel etc, die sie zum Beispiel f\u00fcr ein Zusammenfassungsprojekt abgeben sollen, kommen nicht als Ausdruck oder Scan, sondern als Handybild. Auch handschriftliche Hausaufgaben habe ich so bekommen, was ich eher m\u00fchsam fand. In diesem Bereich muss man einfach klar sagen, welche Formate man akzeptiert.<\/li>\n<li><strong>Dokumentationsfunktion:<\/strong> Wenn ich Hausaufgaben auf dem Overheadprojektor notiere, werden sie immer \u00f6fter fotografiert statt abgeschrieben. Auch wenn ich B\u00fccher zeige, schreibt sich kaum noch jemand den Titel auf. Die B\u00fccher werden fotografiert, meist samt ISBN-Nummer.<\/li>\n<li><strong>W\u00f6rterb\u00fccher:<\/strong> Papierw\u00f6rterb\u00fccher sind praktisch verschwunden. Die meisten schlagen elektronisch nach, immer mehr auch in Online-W\u00f6rterb\u00fcchern wie z.B. Leo oder Pons. Dadurch hat sich die Verf\u00fcgbarkeit von W\u00f6rterb\u00fcchern erh\u00f6ht und die Tendenz, viele W\u00f6rter nachschlagen zu wollen, auch. In diesem Bereich ist es meiner Ansicht nach wichtig, W\u00f6rterbucharbeit zu machen, was sowohl die St\u00e4rken und Schw\u00e4chen von verschiedenen W\u00f6rterb\u00fcchern als auch die sinnvolle Nutzung beinhalten sollte.<\/li>\n<li><strong>Audio- und Video-Dateien<\/strong> werden immer \u00f6fter auf dem Handy angeschaut. (Zur Sprache kommt das vor allem dann, wenn die verwendete Plattform bzw. das verwendete Format nicht handytauglich war).<br \/>\nFalls es zug\u00e4ngliches WLAN im Klassenzimmer gibt, liessen sich dank der Smartphones auch H\u00f6rverstehensauftr\u00e4ge individualisieren. So k\u00f6nnte man auch Modell f\u00fcr selbst\u00e4ndiges Arbeiten ausserhalb des Unterrichts bieten. Allerdings muss man Ausweichl\u00f6sungen f\u00fcr Lernende vorsehen, deren Ger\u00e4te nicht den Anforderungen entsprechen oder gar kein eigenes Ger\u00e4t haben (zwei Leute pro Kopfh\u00f6rer, zus\u00e4tzliche Lapptops etc.).<\/li>\n<li><strong>Audio-Aufnahmen oder Video-Aufnahmen<\/strong> (z.B. als Aussprachetraining, als Endprodukt eines selbstgeschriebenen Dialogs, zum \u00dcben einer Pr\u00e4sentation) werden immer h\u00e4ufiger mit dem Handy erstellt. Die Potentiale von Sprachaufnahmen (mehr \u00dcbungsm\u00f6glichkeiten, Reflexion der eigenen Leistung) sind so besser nutzbar.<\/li>\n<li>In Projekten, in denen <strong>Bilder<\/strong> wichtig sind, machen die Lernenden sie h\u00e4ufiger selbst. Je nach Projekt werden so viel spezifischere (und pers\u00f6nlichere) Bilder m\u00f6glich (z.B. als Illustrationen f\u00fcr eine Geschichte, f\u00fcr ein Bildw\u00f6rterbuch etc).<\/li>\n<li><strong>Werkzeug f\u00fcr eigenst\u00e4ndiges Sprachenlernen:<\/strong> Einige Lernende nutzen das Smartphone aktiv zum Sprachenlernen, sei es als mobiler MP3-Player, als Vokabeltrainer, zum Naschlagen von W\u00f6rtern oder einfach zum Lesen von Texten. Als Lehrperson kann man entweder selber aktiv Vorschl\u00e4ge machen oder die Lernenden dar\u00fcber sprechen lassen, was sie wof\u00fcr nutzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Handy spielt also eine Rolle im Unterricht, ob wir das einplanen oder nicht. Also h\u00f6chste Zeit, sich Gedanken zu machen, wie diese Rolle aus Sicht der Lehrperson aussehen soll. Gl\u00fccklicherweise gibt es auch einige neuere Publikationen bzw. Tests zum Thema, mit deren Hilfe man sich vertieft mit dem Thema auseinandersetzen kann. Erw\u00e4hnen m\u00f6chte ich:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Wilhelm Grie\u00dfhaber<\/strong>: \u201e<strong>Sprachlabor to Go<\/strong>\u201c \u2013 Lehr- und Lernbedingungen mit Smartphone und Tablet. In: Drumbl, Hans; Hornung, Antonie (Hrsg.): IDT 2013. Band 1. Hauptvortr\u00e4ge. Bozen, 2015. S. 405-421. Pdf-Download des ganzen Bandes unter <a href=\"http:\/\/bupress.unibz.it\/de\/idt-2013-1-hauptvortrage.html\">http:\/\/bupress.unibz.it\/de\/idt-2013-1-hauptvortrage.html<\/a><\/li>\n<li><strong>Feik, Diana: Mehr als nur Apps &#8211; Mobiles Lernen im DaF-Unterricht<\/strong>. In: Fremdsprache Deutsch: Unterrichten mit digitalen Medien (Nr. 53, 2015), S. 14-18. (nicht frei online zug\u00e4nglich).<\/li>\n<li><strong>GFL 2\/2015: Sondernummer zu Apps im DaF-Unterricht<\/strong>. Beitr\u00e4ge von verschiedenen Autoren:<a href=\" http:\/\/www.gfl-journal.de\"> http:\/\/www.gfl-journal.de<\/a>\/ (Falls die Nummer unter dem Direktlink nicht mehr erreichbar ist, findet man sie im Archiv: <a href=\"http:\/\/www.gfl-journal.de\/previous.php\">http:\/\/www.gfl-journal.de\/previous.php<\/a>). Darin enthalten ist auch ein Beitrag zu Sprachlernapps: &#8222;<a href=\"http:\/\/www.gfl-journal.de\/2-2015\/krauss.pdf\">Apps for learning German vocabulary &#8211; What does the digital landscape look like?<\/a>&#8220; (GFL 2\/2015, S. 31-57)\u00a0 von Susanne Krau\u00df. Sie gibt darin einen \u00dcberblick \u00fcber im Moment verf\u00fcgbare Apps im Bereich Wortschatzlernen. Erw\u00e4hnenswert ist insbesondere der Anhang B (ab S. 55), in dem sie die Eigenschaften der Apps in einer Tabelle \u00fcbersichtlich darstellt.<\/li>\n<li>Die <strong>Stiftung Warentest<\/strong> hat <a href=\"https:\/\/www.test.de\/Apps-zum-Deutschlernen-Nur-zwei-von-zwoelf-empfehlenswert-4989440-0\/\">12 Apps getestet<\/a>, die sich an Anf\u00e4nger richten und f\u00fcr arabische Muttersprachler geeignet sind. Auf <a href=\"https:\/\/www.test.de\/Apps-zum-Deutschlernen-Nur-zwei-von-zwoelf-empfehlenswert-4989440-5000078\/\">dieser Seite<\/a> kann man die Apps miteinander vergleichen.<br \/>\nDie <a href=\"https:\/\/www.goethe.de\/de\/spr\/ueb\/led.html?wt_sc=lerndeutsch\">Stadt der W\u00f6rter<\/a>, eine der empfohlenen Apps, kann man \u00fcbrigens auch auf dem Desktop spielen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Beitrag geht es um die Einsatzm\u00f6glichkeiten und -beschr\u00e4nkungen von Smartphones im Unterricht. <\/p>\n","protected":false},"author":24,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5,187,11],"tags":[341,306],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3370"}],"collection":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/24"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3370"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3370\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3429,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3370\/revisions\/3429"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3370"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3370"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3370"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}