{"id":3288,"date":"2014-07-06T03:32:11","date_gmt":"2014-07-06T02:32:11","guid":{"rendered":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/?p=3288"},"modified":"2014-07-06T19:29:26","modified_gmt":"2014-07-06T18:29:26","slug":"mythen-zum-wortschatzlernen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2014\/07\/06\/mythen-zum-wortschatzlernen","title":{"rendered":"Mythen zum Wortschatzlernen"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe nach Grundlagenartikeln zum Wortschatzerwerb gesucht und unter anderem diesen Artikel gefunden: <a href=\"http:\/\/babylonia.ch\/fileadmin\/user_upload\/documents\/2007-2\/mondria.pdf\">Mondria, Jan-Arjen: Myths about vocabulary acquisition<\/a>, erschienen in <a href=\"http:\/\/babylonia.ch\/de\/archiv\/2007\/nummer-2-07\/\">Babylonia<\/a> (2011:7, S. 63-68).<\/p>\n<p>Der Artikel ist nicht mehr ganz neu (und beruht zudem auf einem \u00e4lteren, niederl\u00e4ndischsprachigen Artikel beziehungsweise auf Mondrias Dissertation aus dem Jahr 2003), ist aber immer noch lesenswert. Der Autor geht darin jeweils kurz auf folgende Fragen ein:<\/p>\n<ol>\n<li>Wie viel bringt es, die h\u00e4ufigsten W\u00f6rter einer Sprache zu kennen?<\/li>\n<li>Welchen Nutzen haben Wortschatzlisten?<\/li>\n<li>Sollte man W\u00f6rter in &#8222;semantic sets&#8220; (= W\u00f6rter, die zu einem Oberbegriff geh\u00f6ren) lernen, also z.B. alle Fr\u00fcchte und Kleidungsst\u00fccke zusammen?<\/li>\n<li>Wie wichtig ist es, dass W\u00f6rter immer in einem Kontext gelernt werden?<\/li>\n<li>Werden W\u00f6rter, deren Bedeutung die Lernenden selbst erschlossen haben, besser behalten?<\/li>\n<li>Beh\u00e4lt man W\u00f6rter, die man auch produktiv zu benutzen gelernt hat, besser, als solche, die man nur rezeptiv benutzen gelernt hat?<\/li>\n<li>Ist es sinnvoll, Wortschatz auch isoliert zu testen, oder nur im Kontext einer Fertigkeit (z.B. H\u00f6ren, Schreiben, &#8230;)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Antworten auf diese Fragen (die ihr selber im Text nachlesen k\u00f6nnt) zeigen wieder einmal, dass nicht alles ein Nagel ist, bloss weil man einen Hammer hat, will heissen, dass Methoden und Vermittlungsverfahren nicht grunds\u00e4tzlich gut oder schlecht sind, sondern dass es darauf ankommt, wozu und warum man etwas tut. Einige Beispiele aus dem Text:<\/p>\n<ul>\n<li>Wenn man W\u00f6rter, die zu einem Oberbegriff geh\u00f6ren, gemeinsam einf\u00fchrt, kann man damit das Lernen erschweren, weil man sie leicht verwechseln kann. Das heisst aber nicht, dass es nicht Sinn macht, die W\u00f6rter sp\u00e4ter so zu ordnen oder zu repetieren.<\/li>\n<li>W\u00f6rter aus dem Kontext zu erschliessen, ist eine sinnvolle Verstehens- bzw. Kompensattionsstrategie, die die Lernenden \u00fcben sollten, aber es ist keine effiziente Strategie, um neuen Wortschatz zu lernen. Wenn das also das Ziel ist, setzt man besser eine andere Methode ein.<\/li>\n<li>Auch bei der Frage, ob rezeptives oder produktives Lernen zu besseren Behaltensleistungen f\u00fchrt, ist entscheidend, wie man die W\u00f6rter sp\u00e4ter nutzen (das kann auch heissen: testen) will. Braucht man die W\u00f6rter nur rezeptiv, ist das produktive Lernen des Wortes eigentlich unn\u00fctzer Aufwand. Auch hier ist also die Frage, was das Ziel ist, entscheidend, um zu bestimmen, wie man etwas lernen (bzw. vermittlen) soll.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe nach Grundlagenartikeln zum Wortschatzerwerb gesucht und unter anderem diesen Artikel gefunden: Mondria, Jan-Arjen: Myths about vocabulary acquisition, erschienen in Babylonia (2011:7, S. 63-68). Der Artikel ist nicht mehr ganz neu (und beruht zudem auf einem \u00e4lteren, niederl\u00e4ndischsprachigen Artikel beziehungsweise auf Mondrias Dissertation aus dem Jahr 2003), ist aber immer noch lesenswert. 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