{"id":3096,"date":"2013-12-03T20:57:52","date_gmt":"2013-12-03T19:57:52","guid":{"rendered":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/?p=3096"},"modified":"2013-12-03T21:00:09","modified_gmt":"2013-12-03T20:00:09","slug":"aadg-atlas-zur-aussprache-des-deutschen-gebrauchsstandards","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2013\/12\/03\/aadg-atlas-zur-aussprache-des-deutschen-gebrauchsstandards","title":{"rendered":"AADG &#8211; Atlas zur Aussprache des Deutschen Gebrauchsstandards"},"content":{"rendered":"<p>In diesem Beitrag stelle ich euch ein weiteres tolles Projekt des IDS-Mannheim vor. Im <a href=\"http:\/\/prowiki.ids-mannheim.de\/bin\/view\/AADG\/WebHome\">AADG<\/a> (Atlas zur Aussprache des Deutschen Gebrauchsstandard), wird aufgrund von 2006-2009 in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz erhobenen Daten beschrieben, wie gebildete Deutschsprachige (Gymnasiasten), die keine Sprechausbildung haben, in formellen Situationen Deutsch sprechen. Von den \u00fcber 400 geplanten Karten sind etwas mehr als hundert fertig. Auch jetzt schon kann man daran gut ablesen, dass ein grosser Unterschied zwischen der in Aussprachew\u00f6rterb\u00fcchern kodifizierten Standardsprache und dem gelebten Standard besteht und dass die Auspr\u00e4gung des Standarddeutschen regional verschieden sind. Auch die Norddeutschen, die nach landl\u00e4ufiger Meinung das beste Hochdeutsch sprechen sollen, weichen in vielen Punkten davon ab. Beispiele sind zum Beispiel die Realisierungen des langen \u00c4 (wie in <a href=\"http:\/\/prowiki.ids-mannheim.de\/bin\/view\/AADG\/GingQuant\">sp\u00e4ter und s\u00e4gen<\/a>), des R in <a href=\"http:\/\/prowiki.ids-mannheim.de\/bin\/view\/AADG\/RvorK\">Quark<\/a> oder die Aussprache des Wortes <a href=\"http:\/\/prowiki.ids-mannheim.de\/bin\/view\/AADG\/SzeneSz\">Szene<\/a>. Ihr werdet feststellen, dass in den genannten Beispielen die Schweiz, die bei vielen eher nicht als Heimat des guten Standarddeutschs gilt, eher der kodifizierten Norm entspricht als der Norden des deutschen Sprachraums. Nat\u00fcrlich lassen sich auch Gegenbeispiele nennen (z.B. bei der Aussprache von <a href=\"http:\/\/prowiki.ids-mannheim.de\/bin\/view\/AADG\/NebenTon\">ig,<\/a> dem <a href=\"http:\/\/prowiki.ids-mannheim.de\/bin\/view\/AADG\/Gegen%fcberGrenze\">Glottalverschluss<\/a> oder der Vokall\u00e4nge in <a href=\"http:\/\/prowiki.ids-mannheim.de\/bin\/view\/AADG\/GingQuant\">ging, hing und fing<\/a> an) und mir geht es hier auch nicht darum, die Diskussion dar\u00fcber zu er\u00f6ffnen, wer das beste Hochdeutsch spricht. Interessant f\u00fcr den DaF-Unterricht ist, dass und welche Variation es innerhalb der Standardsprache gibt. Das sollte im Unterricht im Bereich der Rezeption ber\u00fccksichtigt werden und &#8211; mindestens dann, wenn es im deutschen Sprachraum zwei\u00a0 grosse Variantengruppen gibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\nGefunden in: Ursula Hirschfeld \/ Beat Siebenhaar: Aussprachevielfalt im Deutschen. DaF 3\/2013, S. 131\u2013140. (Der Aufsatz ist \u00fcbrigens sehr lesenswert, da er wesentliche Ausspracheunterschiede zwischen den Variet\u00e4ten und den phonostilistischen Varianten benennt).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Beitrag stelle ich den Atalas zur Aussprache des Deutschen Gebrauchsstandards vor, zu verschiedenen Ausspracheph\u00e4nomenen detaillierte Karten enth\u00e4lt. <\/p>\n","protected":false},"author":24,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,187,36,79],"tags":[120,188,94,343],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3096"}],"collection":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/24"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3096"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3096\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3098,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3096\/revisions\/3098"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3096"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3096"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3096"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}