{"id":2740,"date":"2012-05-17T11:12:54","date_gmt":"2012-05-17T10:12:54","guid":{"rendered":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/?p=2740"},"modified":"2012-05-17T11:12:54","modified_gmt":"2012-05-17T10:12:54","slug":"interaktive-ausspracheubungen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2012\/05\/17\/interaktive-ausspracheubungen","title":{"rendered":"(Interaktive) Aussprache\u00fcbungen"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe noch ein bisschen weiter mit Learning-Apps rumgespielt, diesmal unter dem Aspekt der Aussprache. M\u00f6glich sind vor allem rezeptive \u00dcbungen oder solche, die dazu dienen, Regelwissen zu festigen.<\/p>\n<p>Allerdings k\u00f6nnte man solche \u00dcbungen auch mit Bleistift, Papier, K\u00e4rtchen, der Stimme der Lerhperson und evtl. Lautsprechern durchf\u00fchren. In der Klasse h\u00e4tte das sogar den Vorteil, dass man die \u00dcbungen gemeinsam auswerten, reflektieren und das \u00dcbungsmaterial evtl. in produktive \u00dcbungen einbetten kann. Online-\u00dcbungen wie die Untenstehenden k\u00f6nnte man aber zur Nachbereitung einsetzten. In Kombination mit einer Online-Umfrage, die man unter den \u00dcbungen einbetten kann (z.B. erstellt mit dem Umfrage-Tool von google docs), k\u00f6nnte man auch das reflexive Element besser ber\u00fccksichtigen, z.B. mit Fragen wie &#8222;Was war einfach \/ schwierig&#8220;, formuliere die Regel in eigenen Worten (evtl. in der Ausgangssprache), finde weitere Beispiele, &#8230;). Diese Resultate kann man dann evtl. sp\u00e4ter wieder in den Unterricht einbeziehen.<\/p>\n<p>Die folgenden Vorschl\u00e4ge sind also nicht nur als Beispiele f\u00fcr Aussprache\u00fcbungen mit Learningapps gedacht, sondern allgemeiner als Beispiele f\u00fcr eine Auswahl von Aussprache\u00fcbungen. Deshalb gebe ich auch einige Hinweise, wie man solche \u00dcbungen in den Unterricht integrieren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>Wortakzent<\/strong><\/p>\n<p>Die folgende \u00dcbung ist eine klassische Markierungs\u00fcbung. Die Silben sind vorgegeben, so dass es keine Silbenabgrenzungsprobleme gibt (zugegebenermassen hat es auch technische Gr\u00fcnde: man kann n\u00e4hmlich nur Einheiten zwischen Leerzeichen (und Punkten) markieren).<\/p>\n<p>Man kann die \u00dcbung z.B. als \u00dcberpr\u00fcfung von explizitem oder implizitem Wissen einsetzen. In diesem Fall markieren die Lernenden die Akzentsilbe ohne Audioinput. Gerade wenn die Lernenden noch M\u00fche haben, den Wortakzent zu erkennen, kann man die Liste auch einfach vorlesen und die Lernenden markieren was sie h\u00f6ren. In der untenstehenden \u00dcbung habe ich einen Mittelweg gew\u00e4hlt. Das beigef\u00fcgte Audio pr\u00e4sentiert die W\u00f6rter nicht als Liste, sondern eingebettet in einen Text. Das H\u00f6ren der korrekten Akzentstelle ist so anspruchsvoller. Die \u00dcbung kann aber wie gesagt auch ganz ohne Audio gel\u00f6st werden.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/LearningApps.org\/show?app=49728\" frameborder=\"0\" width=\"100%\" height=\"500\"><\/iframe><\/p>\n<p>Wichtig ist, die Lernenden zu motivieren, die W\u00f6rter auch laut zu sprechen, und zwar nicht nur isoliert, sondern auch in sinnvollen Kontexten.\u00a0 Zum Beispiel kann man Personen in Modekatalogen beschreiben lassen. Entweder rein deskriptiv oder als Ratespiel (Ich suche eine Frau. Sie tr\u00e4gt einen langen Mantel und einen Hut, &#8230; ) Falls man die Adjektivdeklination vermeiden will (was Sinn macht, wenn das f\u00fcr die Lernenden noch eine grosse Schwierigkeit darstellt) , bilden die Lernenden S\u00e4tze mit dem Adjektiv in pr\u00e4dikativer Stellung (z.B.: Ihr Kleid ist elegant).<\/p>\n<p>Oder man l\u00e4sst die Lernenden beschreiben, was sie zu bestimmten Zeiten \/ Anl\u00e4ssen tragen, also zum Beispiel im Winter, im Fr\u00fchling, an Weihnachten, an ihrem Geburtstag, bei einem Bewerbungsgespr\u00e4ch, an einer Hochzeit &#8230;. Auch ganz kurze Audr\u00fccke k\u00f6nnen hier als Antworten Sinn machen, da es sich ja gewissernmassen um Listen handelt (z.b. Bewerbungsgespr\u00e4ch: eine weisse Bluse, eine sch\u00f6ne Hose, polierte Schuhe, &#8230;).<\/p>\n<p>Solche \u00dcbungen macht ihr im Unterricht sonst wahrscheinlich auch. Der Unterschied ist der Fokus auf die Aussprache, der vor allem auch bei Feedbacks zum Tragen kommen sollte. Aber es sind eben keine inhaltsleeren Aussprache\u00fcbungen.<\/p>\n<p>Es gibt \u00fcbrigens auch M\u00f6glichkeiten, solche freieren Aussprache\u00fcbungen als Hausaufgaben zu geben. Die Lernenden nehmen sich auf und schicken die Aufnahme der Lehrperson. Oft werden die Aufgaben dann etwas weniger spontan gel\u00f6st, daf\u00fcr ist die \u00dcbungsintensit\u00e4t oft h\u00f6her, da die Lernenenden beim Anh\u00f6ren der Aufnahme oft selbst Fehler bemerken und die Aufnahme wiederholen.\u00a0 Aufnahmetools wie <a title=\"Audio-Dropbox\" href=\"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2009\/06\/22\/audio-dropbox\">Audiodropbox<\/a> oder <a title=\"Vocaroo: Audio im Netz aufnehmen\" href=\"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2009\/06\/24\/vocaroo-audio-im-netz-aufnehmen\">Vocaroo<\/a> kann man z.B. direkt unter\u00a0 den Aussprache\u00fcbungen einbetten. (wobei man beachten muss, dass die Audiodateien bei Vocaroo potentiell ewig (wenn auch anonym) im Netz stehen bleiben). Der Nachteil f\u00fcr die Lehrperson ist allerdings, dass sie sich diese Aufnahmen anh\u00f6ren und Feedback geben muss, was Zeit kostet.<\/p>\n<p><strong>Rhythmus<\/strong><\/p>\n<p>In der folgenden \u00dcbung m\u00fcssen die Lernenden den Rhythmus von W\u00f6rtern und\u00a0 kurzen \u00c4usserungen erkennen. Bevor sie eine solche \u00dcbung durchf\u00fchren, sollte man im Unterricht Rhythmus (und evtl. Melodie) eingef\u00fchrt haben (zum Beispiel mit Summen, klatschen, visueller Darstellung &#8230;)<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/LearningApps.org\/show?app=51088\" frameborder=\"0\" width=\"100%\" height=\"500\"><\/iframe><\/p>\n<p>Etwas aufw\u00e4ndig, aber m\u00f6glich, w\u00e4re, die Muster durch geklatschte oder noch besser gesummte Aufnahmen der Muster zu ersetzen (\u00e4hnlich wie hier: <a href=\"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/phonetik\/phonueb\/brummenmatch\/brummen.html\">Melodie und Rhythmus ganzer S\u00e4tze<\/a>, <a href=\"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/interaktive_uebungen\/akzentwg2.htm\">Neujahr 2<\/a>) oder die W\u00f6rter und Ausdr\u00fccke auch zum H\u00f6ren anzubieten (etwas so wie hier:<a href=\"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/interaktive_uebungen\/akzent_stadte.htm\"> St\u00e4dte<\/a>, <a href=\"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/interaktive_uebungen\/akzentwg1.htm\">Neujahr 1<\/a>). Beides l\u00e4sst sich auch mit Learningapps umsetzten. Man muss die Audiofiles dazu bei youtube hochladen. Das ist allerdings viel Arbeit.<\/p>\n<p>In der Klasse k\u00f6nnen die Lernenden bei \u00e4hnlichen \u00dcbungen auch in Gruppen arbeiten. Ein Lernender macht ein Muster f\u00fcr einen Ausdruck auf einer Liste vor (z.B. mm <strong>mmmm<\/strong>\u00a0 mm f\u00fcr be<strong>stel<\/strong>len), die anderen raten, welches Wort\/welchen Ausdruck er gemeint hat. Die Lernenden k\u00f6nnen die behandelten Ausdr\u00fccke aber auch in Dialoge einbauen, die entweder aufgenommen oder in der Klasse vorgespielt werden.<\/p>\n<p><strong>Ausspracheregeln f\u00fcr einzelne Buchstaben(kombinationen)<\/strong><\/p>\n<p>Einige Buchstaben(kombinationen) stehen im Deutschen je nach Kontext f\u00fcr verschiedene Laute. Ein bekanntes Beispiel daf\u00fcr ist \/ch\/. Abh\u00e4ngig von der Umgebung des Lautes wird es als [\u00e7], [x] oder [k] gesprochen (Auf Spezialf\u00e4lle verzichte ich hier). Die Aussprache l\u00e4sst sich gut aus der Schreibung ableiten.<\/p>\n<p>In der folgenden \u00dcbung sollen die Lernenden sortieren. Sinnvoll ist, wenn sie die W\u00f6rter gleichzeitig auch laut sprechen.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/LearningApps.org\/show?app=51086\" frameborder=\"0\" width=\"100%\" height=\"500\"><\/iframe><\/p>\n<p>Auch die Vokalbuchstaben werden unterschiedlich ausgesprochen. Die Schrift bietet bestimmte Signale f\u00fcr lang und kurz an, aber das funktioniert nicht immer. Sinnvoll ist\u00a0 also eine Kombination von Sensibilisierung f\u00fcr Lang-kurz-Signale und auswendig lernen. In der folgenden \u00dcbung m\u00fcssen die Lernenden die Vokale nach dem Kriterium lang\/kurz sortieren.<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/LearningApps.org\/show?app=51093\" frameborder=\"0\" width=\"100%\" height=\"500\"><\/iframe><\/p>\n<p>Bei dieser Learning-apps-\u00dcbungsform ist eine Kombination mit Audio leider nicht m\u00f6glich. Im Unterricht kann man die W\u00f6rter entweder vorsprechen oder die Lernenden die W\u00f6rter einteilen lassen und dann zur Kontrolle vorsprechen.<\/p>\n<p><strong>Zusammenfassung<\/strong><\/p>\n<p>Mit diesem Beitrag wollte ich ein paar Beispiele f\u00fcr Aussprache\u00fcbungen on- und offline zeigen (Nat\u00fcrlich gibt es noch mehr M\u00f6glichkeiten). Wichtig ist mir, dass man Aussprache\u00fcbungen in jedes Thema einbetten kann und die Aussprache\u00fcbung so nicht nur der Aussprache, sondern auch der Festigung von Wortschatz, Grammatik, H\u00f6rverstehen etc. dient.<\/p>\n<p>Ein anderer Punkt ist, dass Aussprache\u00fcbungen online besser eingebettet werden k\u00f6nnen, indem zum Beispiel eine (evtl. stark gelenkte) produktive \u00dcbung daran anschliesst, die die Lernenden aufnehmen und als Hausaufgabe einreichen oder ob sie reflexive Fragen in einer Online-Umfrage beantworten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Beispiel von Learningapps zeigt dieser Beitrag einige \u00dcbungsformen zum Thema Aussprache auf. Dabei geht es mir aber nicht nur Online-\u00dcbungen, sondern auch um Umsetzungsm\u00f6glichkeiten in der Klasse und vor allem, wie man solche Aufgaben sinnvoll in die behandelten Themen einbettet. <\/p>\n","protected":false},"author":24,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,11,16,79,181,41],"tags":[130,105,113],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2740"}],"collection":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/24"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2740"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2740\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2743,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2740\/revisions\/2743"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2740"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2740"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2740"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}