{"id":2258,"date":"2010-12-30T21:39:22","date_gmt":"2010-12-30T20:39:22","guid":{"rendered":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/?p=2258"},"modified":"2011-01-13T19:58:53","modified_gmt":"2011-01-13T18:58:53","slug":"diphthong-spiel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2010\/12\/30\/diphthong-spiel","title":{"rendered":"Diphthong-Spiel"},"content":{"rendered":"<p>Diphthonge sind sicher nicht das h\u00e4ufigste Ausspracheproblem von Deutschlernenden, aber Schriftinterferenzen kommen h\u00e4ufig vor (eu wird zum Beispiel als [eu] ausgesprochen statt als nach oben vorne weggleitendes o) und Lernende einiger Muttersprachen\u00a0 sind es gewohnt, aufeinanderfolgende Vokale immer einzeln zu sprechen. Falls ihr die Diphthonge bewusst machen und ein\u00fcben lassen wollt, k\u00f6nnt ihr zum Beispiel so vorgehen:<\/p>\n<ul>\n<li>die Lernenden sammeln in Partnerarbeit oder Minigruppen W\u00f6rter und Ausdr\u00fccke, die ein m\u00f6gliches Geschenk bezeichnen. Inhaltlich ist alles m\u00f6glich. Formale Bedingungen sind, dass jedes Geschenk mindestens einen Diphtong enthalten muss und pro Geschenk nur eine Sorte Diphtong vorkommen darf. Eine Ausnahme kann man beim unbestimmten Artikel (ein, eine &#8230;) machen, da die Geschenke sonst leicht sprachlich unbeholfen werden). Damit alles klar ist, schreibt man am besten 2-3 Beispiele an die Tafel.<\/li>\n<li>Die Geschenke mit eu\/\u00e4u, au und ei\/ay, ai &#8230; werden gesammelt. Die Lehrperson korrigiert wenn n\u00f6tig Rechtschreibung, Grammatik und\u00a0 Aussprache oder spricht die W\u00f6rter selber vor. Zudem stellt sie sicher, dass alle die W\u00f6rter verstanden haben. Erkl\u00e4ren k\u00f6nnen aber durchaus die Sch\u00fcler, von denen das Beispiel stammt.<\/li>\n<li>Falls zu einem Diphtong (meistens eu) zu wenige Beispiele kommen, erg\u00e4nzt die Lehrperson.<\/li>\n<li>Anschliessend erh\u00e4lt jede Gruppe von 3 Personen 18, 21 oder 24 K\u00e4rtchen. In jeder Gruppe\u00a0 w\u00e4hlt Sch\u00fcler A aus den korrigierten Beispielen an der Tafel zu <strong>au<\/strong> 6, 7 oder 8 Beispiele aus und schreibt sie auf je ein K\u00e4rtchen. Sch\u00fcler B macht das selbe f\u00fcr <strong>ei\/ai<\/strong> und Sch\u00fclerin C f\u00fcr <span style=\"color: #000000;\"><strong>\u00e4u\/eu<\/strong><\/span>.<\/li>\n<li>Jede Gruppe bekommt ein Set mit Namenskarten. Sie werden gemischt und auf einen Stapel gelegt.<\/li>\n<li>Die K\u00e4rtchen mit den Geschenken werden ebenfalls gemischt und gleichm\u00e4ssig an die Gruppenmitglieder verteilt.<\/li>\n<li>A zieht eine Namenskarte und liest sie B vor: &#8220; Was schenkst du Herrn Baumann?&#8220; Die Karte darf er dabei nicht zeigen.<\/li>\n<li>B sucht in seinen Karten nun nach einem Geschenk mit <strong>au<\/strong> und sagt zum Beispiel: &#8222;einen Staubsauger&#8220;. Auch hier sollen die anderen h\u00f6ren und nicht mitlesen.<\/li>\n<li>Da die Antwort passt, darf er die Karte ablegen. Wenn er eine falsche Karte gelesen hat, muss er sie zur\u00fccklegen. Wenn er kein passendes Geschenk hat, antwortet er zum Beispiel mit &#8222;ich weiss noch nicht&#8220; oder &#8222;gar nichts&#8220;.<\/li>\n<li>Jetzt zieht B selber eine Namenskarte und liest sie C vor.<\/li>\n<li>&#8230;<\/li>\n<li>Das Spiel ist zu Ende, wenn ein Mitspieler keine Geschenkearten mehr hat oder nach einer festgesetzten Zeit. Wenn die Namenskarten ausgehen, mischt man sie einfach neu.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Einheit regt die Lernenden dazu an, ihren Wortschatz unter phonetischen Gesichtspunkten zu reaktivieren und gibt Gelegenheit zum bewussten H\u00f6ren und Aussprechen der Diphthonge. Da die Lernenden in Gruppen arbeiten, kann die Lehrperson in der \u00dcbungsphase herumgehen und punktuell helfen.<\/p>\n<p>Ich stelle euch hier ein <a href=\"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Diphthonge_Spiel.doc\">Set mit Namenskarten und eines mit m\u00f6glichen Geschenken<\/a> zur Verf\u00fcgung, dass ihr Verwenden k\u00f6nnt, falls ihr eure Lernenden nicht selber sammeln lassen wollt oder das euch Ideen liefern kann, wenn euren Sch\u00fclern nicht genug einf\u00e4llt. Die Geschenke k\u00f6nnen nat\u00fcrlich sehr viel einfacher sein als meine Beispiele. &#8222;neun Flugzeuge&#8220;,&#8220; blaue Autos&#8220; oder &#8222;ein Eis&#8220; tun es auch.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich l\u00e4sst sich das Prinzip auch anpassen und f\u00fcr andere Laute verwenden.<\/p>\n<p><a rel=\"license\" href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.5\/ch\/\"><img decoding=\"async\" style=\"border-width: 0;\" src=\"http:\/\/i.creativecommons.org\/l\/by\/2.5\/ch\/88x31.png\" alt=\"Creative Commons Lizenzvertrag\" \/><\/a><br \/>\n<span>Diphthong-Spiel: Namenskarten und Geschenke<\/span> von <a rel=\"cc:attributionURL\" href=\"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/\">Cornelia Steinmann<\/a> steht unter einer <a rel=\"license\" href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.5\/ch\/\">Creative Commons Namensnennung 2.5 Schweiz Lizenz<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diphthonge sind sicher nicht das h\u00e4ufigste Ausspracheproblem von Deutschlernenden, aber Schriftinterferenzen kommen h\u00e4ufig vor (eu wird zum Beispiel als [eu] ausgesprochen statt als nach oben vorne weggleitendes o) und Lernende einiger Muttersprachen  sind es gewohnt, aufeinanderfolgende Vokale immer einzeln zu sprechen. Falls ihr die Diphthonge bewusst machen und ein\u00fcben lassen wollt, k\u00f6nnt ihr zum Beispiel so vorgehen wie im Beitrag beschrieben. <\/p>\n","protected":false},"author":24,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,11,79,41,4],"tags":[84,28,105,29,30,286,47,10,46],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2258"}],"collection":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/24"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2258"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2258\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2271,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2258\/revisions\/2271"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2258"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2258"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2258"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}