{"id":1966,"date":"2010-03-13T20:21:47","date_gmt":"2010-03-13T19:21:47","guid":{"rendered":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/?p=1966"},"modified":"2010-03-13T20:23:25","modified_gmt":"2010-03-13T19:23:25","slug":"wiki-fur-anfanger","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2010\/03\/13\/wiki-fur-anfanger","title":{"rendered":"Wiki f\u00fcr Anf\u00e4nger"},"content":{"rendered":"<p>Wenn man mit E-Learning anf\u00e4ngt, sollte man weder sich selbst noch die Lernenden \u00fcberfordern. Gesucht sind also ganz simple Aktivit\u00e4ten, die im Idealfall auch noch von Sch\u00fclern wie Lehrern als Mehrwert empfunden werden und weder viel Know-How noch Zeit voraussetzen. Ein solches Beispiel ist ein Wortschatzprotokoll im Wiki.<\/p>\n<p><strong>Das Problem<\/strong><\/p>\n<p>In meinem Anf\u00e4ngerunterricht schreibe ich oft W\u00f6rter an den Hellraumprojektor oder die Tafel, die sich aus dem Unterricht ergeben und in den Unterlagen fehlen. Da meine Handschrift keine Sch\u00f6nheitswettbewerbe gewinnt, ist\u00a0 die Chance, dass mal ein falsch geschriebenes Wort im Heft landet, relativ hoch. Zudem vergesse ich (allen guten Vors\u00e4tzen zum Trotz) dann halt doch mal den Artikel oder den Plural anzugeben und ich weiss nachher nicht mehr, welche W\u00f6rter ich ihnen erkl\u00e4rt habe. Das gezielte Wiederaufnehmen und Festigen von Wortschatz wird so verunm\u00f6glicht.<\/p>\n<p><strong>Die L\u00f6sung<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Bild-231.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1967\" title=\"Bild 23\" src=\"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Bild-231-300x181.png\" alt=\"Bild 23\" width=\"300\" height=\"181\" srcset=\"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Bild-231-300x181.png 300w, http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-content\/uploads\/Bild-231.png 559w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>In meinem Anf\u00e4ngerkurs bitte ich am Anfang jeder Stunde zwei Sch\u00fcler, die W\u00f6rter, die sie in der Stunde aufschreiben, ins Wiki zu \u00fcbertragen (Das Beispiel links ist aus der zweiten Stunde Deutsch). Die W\u00f6rter, die sie dort eingeben, korrigiere ich und erg\u00e4nze sie wenn n\u00f6tig mit Zusatzinformationen (zum Beispiel Artikel). Sobald ich das gemacht habe, schreibe ich mein K\u00fcrzel unter die W\u00f6rterliste. Damit ist f\u00fcr alle klar, dass die W\u00f6rter jetzt stimmen.<\/p>\n<p>Im Prinzip k\u00f6nnte nat\u00fcrlich jeder weitere W\u00f6rter einf\u00fcgen. Damit das  ganze ins Rollen kommt, sind Protokollanten aber sehr wichtig.<\/p>\n<p><strong>Vorteile<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die Sch\u00fcler, die sich zur Verf\u00fcgung stellen, hat das Wortschatzwiki den Vorteil, dass &#8222;ihre&#8220; Liste korrigiert wird, die Klasse als Ganzes profitiert von der klassenrelevanten Wortschatzsammlung mit der sie ihre eigenen Notizen abgleichen k\u00f6nnen (ohne dass ich 20 Bl\u00e4tter mit den immer gleichen W\u00f6rtern korrigeren muss) und ich kann die W\u00f6rter gezielter wieder aufnehmen und festigen.<\/p>\n<p><strong>Wie das\u00a0 im Detail funktioniert<\/strong><\/p>\n<p>Wikis haben den Vorteil, dass man sie beliebig strukturieren kann. F\u00fcr Einsteiger ist aber gerade das h\u00e4ufig ein Problem. Damit dann alles reibungslos klappt, gibt man die Struktur am bessten vor. In unserem Fall legt man am besten auf der Startseite Links\u00a0 f\u00fcr die einzelnen Stunden oder Themen an. So m\u00fcssen die Lernenden nur noch auf den entsprechenden Link klicken und k\u00f6nnen gleich mit Schreiben anfangen. Sie klicken auf\u00a0 &#8222;Seite bearbeiten&#8220; und los geht&#8217;s.<\/p>\n<p>Ich lege zus\u00e4tzlich immer noch eine Beispielseite an, die sich die Lernenden anschauen k\u00f6nnen. Wenn immer m\u00f6glich, zeige ich das Wiki mit dem Beamer in der Klasse. So kann ich den Lernenden live zeigen, dass es wirklich keine Hexerei ist und sie m\u00fcssen nicht rumsuchen und sich in unbekannte Gew\u00e4sser begeben, sondern haben das Wiki schon mal gesehen. Das kostet nur 2-3 Minuten und erh\u00f6ht die Chance, dass sie dann tats\u00e4chlich ins Wiki gehen betr\u00e4chtlich.<\/p>\n<p><strong>Ben\u00f6tigte Ressourcen<\/strong><\/p>\n<p>Wikis sind in die meisten LMS (=learning management system) integriert. Moodle, Olat und Illias verf\u00fcgen alle \u00fcber Wikibausteine. Dar\u00fcber hinaus gibt es aber auch von Lernplattformen unabh\u00e4ngige Wikis wie diejenigen von pbworks, die Zumwikis etc. Mit einem Wiki zu arbeiten ist also auch m\u00f6glich, wenn die Schule keine eigene Plattform anbietet.<\/p>\n<p>Der Zeitaufwand zum Korrigieren betr\u00e4gt f\u00fcr mich pro Woche 10-15 Minuten. F\u00fcr die Lernenden liegt der Zeitaufwand nach ihren Ausk\u00fcnften etwa gleich hoch.<\/p>\n<p><strong>Warum ein Wiki und kein Blog?<\/strong><\/p>\n<p>Ein Blog ginge nat\u00fcrlich auch.Wikis ziehe ich aber immer dann vor, wenn eine Gruppe gemeinsam auf ein Endprodukt hinarbeitet. Bei einem Blog sind die Formatierungsm\u00f6glichkeiten oft etwas besser, ein Wiki kann man meiner Meinung nach aber \u00fcbersichtlicher organisieren (allerdings muss man es tun, siehe oben).<\/p>\n<p>Bei einem Wiki kann man zudem immer nachvollziehen, wer was ge\u00e4ndert hat und kann im Notfall eine \u00e4ltere Artikelversion zur\u00fcckholen.<\/p>\n<p><strong>Andere Wiki-Ideen f\u00fcr den Sprachunterricht<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kann man die simple Wortschatzliste aus meinem Beispiel auch mit Beispiels\u00e4tzen etc. erweitern oder kann die Lernenden ein Stundenprotokoll schreiben lassen.<\/p>\n<p>Wer Lust auf ein anspruchsvolleres Projekt hat, kann zum Beispiel <a href=\"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2006\/06\/18\/wikis-im-sprachunterricht\">hier<\/a> weiterlesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man mit E-Learning anf\u00e4ngt, sollte man weder sich selbst noch die Lernenden \u00fcberfordern. 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