{"id":1758,"date":"2011-11-20T20:39:18","date_gmt":"2011-11-20T19:39:18","guid":{"rendered":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/?p=1758"},"modified":"2011-11-20T20:39:18","modified_gmt":"2011-11-20T19:39:18","slug":"hv-training-umgangssprache","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/2011\/11\/20\/hv-training-umgangssprache","title":{"rendered":"HV-Training Umgangssprache"},"content":{"rendered":"<p>In gesprochener Sprache k\u00f6nnen sich W\u00f6rter oft ganz anderes anh\u00f6ren, als man es im Unterricht lernt. Eine Rolle spielen sowohl regionale Einfl\u00fcsse als auch das Register (informell etc.) oder der Sprecher selbst.<\/p>\n<p>Wenn man die Lernenden fit machen m\u00f6chte f\u00fcr die echte Welt, dann m\u00fcssen sie Gelegenheit bekommen, mit solchem Material zu \u00fcben, so dass sie<\/p>\n<ul>\n<li>ihr H\u00f6rspektrum (zum Beispiel um ihnen weniger bekannte Variet\u00e4ten) erweitern,<\/li>\n<li> Strategien zum Umgang mit solchem Input ausprobieren,<\/li>\n<li>Regularit\u00e4ten der Umgangssprache lernen oder entdecken<\/li>\n<\/ul>\n<p>k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zu den erw\u00e4hnten Regularit\u00e4ten geh\u00f6rt zum Beispiel, dass E-Laute am Ende eines Wortes (genauer gesagt Schwas) ganz weggelassen werden oder unbetonte W\u00f6rter stark reduziert oder sogar zusammen gezogen werden (z.B. <em>ne<\/em> statt eine,\u00a0 <em>hat se<\/em> statt hat sie,\u00a0 macht&#8217;s statt macht es oder hammer statt haben wir).<\/p>\n<p>Unter anderem wegen den vielen Reduktionen ben\u00fctze ich gerne das Lied &#8222;Was soll ich ihr schenken&#8220; von den Prinzen (<a href=\"http:\/\/www.nthuleen.com\/teach\/lyrics\/schenken.html\">Text mit englischen Erkl\u00e4rungen<\/a> und Midi).<\/p>\n<p>Auch geeignet scheint mir folgendes Video \u00fcber die Solar City in Linz, das auch ein Interview mit einem der Bewohner enth\u00e4lt.<\/p>\n<p><object classid=\"clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000\" width=\"560\" height=\"340\" codebase=\"http:\/\/download.macromedia.com\/pub\/shockwave\/cabs\/flash\/swflash.cab#version=6,0,40,0\"><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\" \/><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\" \/><param name=\"src\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/85TxV7oQZDU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;\" \/><param name=\"allowfullscreen\" value=\"true\" \/><embed type=\"application\/x-shockwave-flash\" width=\"560\" height=\"340\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/85TxV7oQZDU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\"><\/embed><\/object><\/p>\n<p>Der gr\u00f6sste Teil ist Standarddeutsch, die drei Interviewsequenzen sind umgangssprachlich und \u00f6sterreichisch gef\u00e4rbt. Sie dauern 15-20 Sekunden und sind damit kurz genug f\u00fcr mehrmaliges, detailliertes H\u00f6ren.<\/p>\n<p>Als erstes stellt man am besten einige Fragen zum Verst\u00e4ndnis der Standarddeutsch gesprochenen Passagen, die die Lernenden vor dem Sehen des Videos durchlesen k\u00f6nnen.\u00a0 Anschliessen kann man dann auf die Interviewsequenzen eingehen, zum Beispiel indem man die Lernenden eine Transkription mit mit dem Audio vergleichen l\u00e4sst. Dazu habe ich die drei Sequenzen in Standardsprache (aber wortgetreu) transkribiert.<\/p>\n<p>1-04-1.23<\/p>\n<p>Das sch\u00f6nste an die Wohnung ist nat\u00fcrlich der Ausblick auf den See und der Blick ist da\u00a0 zwar sehr sch\u00f6n, das Tolle w\u00e4re nat\u00fcrlich wenn es dahinein grosse Fenster g\u00e4be hinauszugehen aber es ist die Nordseite und das ist nat\u00fcrlich wieder der Kompromiss an die Engergiebereitstellung, das was nach Norden ist, werden kleinere Fenster um Energie zu sparen.<\/p>\n<p>1.38-1.52<\/p>\n<p>Solaranlagen sind ja nur Teil des Gesamten, nicht, beonders wichtig, besonders grosses Augenmerk ist gelegt worden auf die Isolierung der H\u00e4user und die Ausrichtung der grossen Fensterfl\u00e4chen nach S\u00fcden weil ja die Sonne da nat\u00fcrlich die W\u00e4rme \u00fcber die thermischen Fenster bietet.<\/p>\n<p>2.40-3.00<\/p>\n<p>Sagen wir ich habe den gr\u00f6ssten Garten vor der Wohnung, den man sich vorstellen kann, weil wo hat man das schon im st\u00e4dtischen Bereich, das man an einem See wohnen kann. Das hat ein fast ein bisschen was von Urlaub. Und das ist etwas ganz besonderes, finde ich, diese Verbindung von Stadt, Natur und Freizeit direkt vor der Haust\u00fcre.<\/p>\n<p>Die Lernenden haben die Aufgabe, W\u00f6rter oder Sequenzen zu markieren, die anders klingen, als sie es erwartet haben, oder die sie nicht oder schlecht wahrnehmen konnten. Bei der anschliessenden Diskussion im Plenum (evtl. mit vorangehender Kleingruppenarbeit) geht es darum, diese Stellen zu sammeln und zu systematisieren.<\/p>\n<p>Das Hauptziel dieser \u00dcbung ist, die Wahrnehmung der Lernenden zu sch\u00e4rfen. Wenn sie nach der \u00dcbung nur schon mehr Unterschiede wahrnehmen k\u00f6nnen, ist bereits viel wesentliches passiert.<\/p>\n<p>Anhand dieser drei Sequenzen, kann man auch sehr sch\u00f6n thematisieren, dass auch Muttersprachler beim sprechen Fehler machen, mitten im Satz umformulieren, neu ansetzen etc.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In gesprochener Sprache k\u00f6nnen sich W\u00f6rter oft ganz anderes anh\u00f6ren, als man es im Unterricht lernt. Eine Rolle spielen sowohl regionale Einfl\u00fcsse als auch das Register (informell etc.) oder der Sprecher selbst.<\/p>\n<p>Wenn man die Lernenden fit machen m\u00f6chte f\u00fcr die echte Welt, dann m\u00fcssen sie Gelegenheit bekommen, mit solchem Material zu \u00fcben. In diesem Beitrag stelle ich ein geeignetes Video vor und mache Vorschl\u00e4ge f\u00fcr den Einsatz. <\/p>\n","protected":false},"author":24,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,24,26,79,41],"tags":[29,30,288,10,309,94],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1758"}],"collection":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/24"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1758"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1758\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2550,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1758\/revisions\/2550"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1758"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1758"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/cornelia.siteware.ch\/blog\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1758"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}