2009 habe ich über das DACH(L)-Prinzip geschrieben und vor allem moniert, dass man darüber im Netz nur sehr wenig Relevantes findet. Inzwischen ist DACH(L) präsenter als auch schon. Dazu unten mehr.
“Das DACH(L)-Prinzip bedeutet die grundsätzliche Anerkennung der Vielfalt des deutschsprachigen Raumes und die Bezugnahme auf mehr als ein Land der Zielsprache Deutsch [...]“
… und zwar durch …
” [...] die gleichwertige Einbeziehung der unterschiedlichen sprachlichen und landeskundlichen Dimensionen des deutschsprachigen Raumes [...]“.
Mehr Hintergründe findet man in den folgenden online verfügbaren Unterlagen (Auf nur als Print-Version verfügbares Material gehe ich hier nicht ein, weil sich der Beitrag an Leute richtet, die sich einen ersten Einblick verschaffen wollen. Der Weg in die Bibliothek lohnt sich aber natürlich für eine Vertierfung. Die Literaturverzeichnisse der untenstehenden Publikationen bieten einen guten ersten Einstieg.
Pepe, Rafaella: Das DACHL-Konzept in Lehrwerken. Vortrag an der XIV. Polnischen Deutschlehrertagung Gleiwitz, 23./24. August 2010. In: AkDaF-Rundbrief 61/2010. Abgelegt auf pepe-edu.ch.
Beim AkdaF findet auch die Folien zu einem Referat von Thomas Studer, der an der Generalversammlung vor zwei Jahren zu Lehr- und Lernzielen in der Landeskunde aus DACHL-Sicht gesprochenhat. Er zeigt zum Beispiel auf, dass die sinnvolle Gewichtung von Varietäten je nach Zielgruppe unterschiedlich ausfällt (Folie 5).
Zur Sichtbarkeit des DACHL-Prinzips im Internet hat aber vor allem der Webseiten-Wettbewerb des IDV beigetragen (Infoblatt mit den Kriterien des Wettbewerbs. (Leider konnte ich es beim IDV nicht mehr finden, deshalb hier der Googlelink)).
Die DACHL-Perspektive kommt bei den genannten drei Verbänden vor allem in Bezug auf die Links und die Gestaltung der Webseite zum Ausdruck. Das waren auch wichtige Kriterien für den Wettbewerb. Unterrichtsvorschläge habe ich auf den ersten Blick keine gefunden. Interessant wären aus meiner Sicht vor allem Vorschläge, die die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den deutschsprachigen Ländern dazu nutzen, Vergleiche (zwischen den DACHL- aber auch den Herkunftsländern bzw. -sprachen zu ermöglichen. Denn meiner Ansicht nach sollte es ein wichtiges Ziel der Berücksichtigung der Vielfalt im deutschsprachigen Raum sein, eigenständiges Verstehen sprachlicher und kultureller Art möglich zu machen oder zumindest anzubahnen. Das wäre doch ein schönes Thema für den nächsten IDV-Wettbewerb.
Auf der Internetseite “Cultural Interviews with German Speaking Professionals” werden Videoclips mit Aussagen von deutschen Geschäftsleuten angeboten, die sich zu den Themen “Verhandlungen mit Nordamerikanern” und “Stereotype über Nordamerikaner” äussern. Die Videos wurden frei gesprochen und enthalten deshalb auch Brüche und Reformulierungen, die auch in den Transkriptionen wiedergegeben wurden. Zusätzlich sind auch übersetzungen ins Englische vorhanden.
Die Interviews haben zwar einen starken Bezug zu Deutschland beziehungsweise den USA, könnten aber als Ausganspunkt für interkulturelle Vergleiche und als authentisches Hörmaterial auch für Klassen in anderen Ländern und Lernenden unterschiedlicher Herkunft interessant sein.
Gerade Deutschlernende, die sich im deutschsprachigen Raum aufhalten, interessieren sich dafür, warum sie plötzlich frei haben und was dahinter steckt. Viele kennen Ostern aus ihren Heimatländern, so dass man Gemeinsamkeiten und Unterschiede thematisieren kann, aber auch Lernende aus ganz anderen Kulturen möchten in der Regel wissen, welche Bedeutung die Feiertage für die Deutschsprachigen in ihrer Umgebung haben. In diesem Beitrag findet ihr einige Materialtipps, die es Teilnehmenden ermöglichen können, einen eigenen Blick auf Ostern in deutschsprachigen Ländern zu entwickeln.
Ich war gerade wegen den IDT-Vorbereitungen im Südtirol. Aus diesem Anlass stelle ich heute den Atlas “Deutsche Dialekte im Alpenraum” von Hannes Scheutz vor. Dort kann man sich nämlich unter anderem auch Dialektbeispiele aus Südtirol anhören, unter anderem auch aus Bozen, wo die Tagung 2013 stadtfinden wird. Der grösste Teil der Beispiele stammt aus Österreich, aber auch die Alpenregionen der Schweiz und Deutschlands sind vertreten.
Studentstories ist ein inzwischen preisgekröntes Podcast-Projekt, in dem Augsburger Studenten aus dem In- und Ausland gemeinsam Podcastfolgen rund um das Unileben produzieren.
Auch dieses Jahr hat Frank Kauffmann zusammen mit Daniel Reichenbach eine Weihnachtsgeschichte geschaffen und wie immer viel aktuelles reingepackt:
Quelle: http://youtu.be/XPq50rTjAJ4
Die Geschichte ist Hochdeutsch gesprochen. Ein paar Erklärungen für Nicht-Schweizer:
der Samichlaus = der Nikolaus (kommt am 6. Dezember)
der Schmutzli = Knecht Ruprecht, Krampus (ist ganz schwarz angezogen und beleitet den Samichlaus. Er trägt den Sack mit den Geschenken und die Rute für die bösen Kinder
der Konsumentenschutz (CH, A) = Verbraucherschutz (D)
die SBB = die Schweizerischen Bundesbahnen (schweizerische Eisenbahngesellschaft)
der Grossverteiler = Grosshandeslunternehmen (laut Duden). In der Schweiz sind damit meistens die beiden Supermarktketten Migros und Coop gemeint.
Konstanz: Stadt am Bodensee an der Schweizer Grenze. Viele Schweizer in Grenznähe kaufen in Deutschland ein, weil die Preise in der Schweiz vergleichsweise viel höher sind.
Schoggichlaus: Dialektwort für Schokoladenikolaus
Grittibänz: ein Männchen aus süssem Hefeteig mit Rosinenaugen, dass typisch für den 6. Dezember ist.
Christchindli: das Christkind (kommt am 24. Dezember und bringt den Kindern Geschenke)
Morgarten: eine Schlacht, die die alten Eidgenossen (vor allem Bauern), gegen ein Ritter her gewonnen haben
fremde Fötzel: Ein “Fötzel” ist ein Stück Papier, das man nicht mehr braucht. Ein “fremder Fötzel” ist jemand, der als nicht zugehörig empfunden wird.
Meine erste Tandempartnerin hiess Emily, hatte rote Locken und eine Stupsnase und sprach ein völliges anderes Englisch als die BBC-Sprecher. Wir trafen uns einmal pro Woche für zwei Stunden und haben zusammen Texte gelesen und dann mündlich zusammengefasst, Mini-Vorträge geübt und gemeinsam herauszufinden versucht, wie irgendwelche obskuren Haushaltsgeräte in den jeweiligen Sprachen heissen. Das ist Jahre her und seitdem habe ich immer wieder Tandem gemacht. Im folgenden Beitrag stelle ich ein paar Tipps für all diejenigen zusammen, die das selber auch einmal ausprobieren möchten.
Dieses Wochenende finden in der Schweiz die Parlamentswahlen statt. Die Schweizer werden zwar etliche Male pro Jahr zur Urne gebeten, aber Ständerat und Nationalrat werden auch bei uns nur alle vier jahre gewählt. Das nehme ich zum Anlass, einige Webseiten vorzustellen, auf denen man Informationen zu den Wahlen, zum Parlament, aber auch zum politischen System allgemein finden kann.
Im Zusammenhang mit dem Workshop, den ich gerade an der Tagung des BHDLV in Mostar geleitet habe, habe ich die Landeskundelinkliste ziemlich gründlich überarbeitet. Sie befindet sich auf meiner “neuen” gelben Seite, auf der allerdings noch einige Lücken herschen. Auch im Bereich Landeskunde gibt es noch einiges zu ergänzen, aber einiges ist schon da.
Hier ist der neue Link: http://cornelia.siteware.ch/cms/daf-daz-2/landeskunde
Mit Promi-Sendungen habe ich es eher nicht, dieser Ausschnitt aus Glanz und Gloria ist aber auch für DaF-ler interessant: BAP Frontmann Wolfgan Niedecken übersetzt Berndeutsche Wörter ins Kölsch: